Millisekunden entscheiden im Kampf um die richtige Domain. Und der Ansturm auf die ".eu" war auch in der zweiten "Sunrise" Phase, die am 7. Februar begann, erneut riesig. Kein Wunder, dass viele Interessenten auch auf kreative Methoden setzten.
Zweiter Sonnenaufgang
In den ersten 15 Minuten der zweiten Sunrise-Periode erhielt Registrar EURid 27.949 Anträge. Nach einer Stunde waren es bereits 71.235. Die gefragtesten Domains waren in der ersten Stunde von "Sunrise 2" sex.eu mit 23 Anträgen, schumacher.eu mit 15 Anträgen und realestate.eu mit 12 Anträgen. Auch business.eu schnitt mit 12 Anträgen nicht schlecht ab.
Die meisten Anträge kamen dabei aus Deutschland: 16.592 mal waren deutsche Antragsteller aktiv. 13.418 Anträge kamen aus den Niederlanden, die sich damit auf Platz 2 der Hitliste katapultierten. Aus dem Vereinigten Königreich kamen immerhin noch 5.248 Anträge, was für Platz 3 ausreichte. Zur Stunde wurden bei der EURid insgesamt 275.753 Anträge für 201.912 Domains gestellt.
Nur wenige kommen ans Ziel
Viele Antragsteller werden auch diesmal auf der Strecke bleiben und ihre Wunschdomain nicht erhalten. Das führt im Kampf um .eu immer wieder zu kreativen Ideen. So bietet beispielsweise die Firma WebWide für 399 Euro den sogenannten ".EU Premium Service" an. Der soll sicherstellen, dass der gewünschte Domainname unter den ersten 25 Domainanträgen eines Registrars eingereicht wird. Die Chancen auf Zuteilung sollen sich dadurch um ein Vielfaches erhöhen, verspricht der Dienstleister aus Durmersheim. Die Gebühr wird laut WebWide im Falle der Nichtzuteilung komplett zurückerstattet, so dass für den Kunden keinerlei Risiko bestehen soll.
Gegen die Art und Weise der Domainvergabe protestiert die Aktion eudomaindesaster.org. Dahinter verbergen sich domainforum.info, ein Forum mit nach eigenen Angaben über 1600 Mitgliedern, die sich angeblich mehrheitlich für diese Aktion ausgesprochen haben, sowie der Hosting- und Domainsponsor nicit GmbH aus Freiburg.