Das Internationale Olympische Komittee (IOC) kennt keine Gnade: wer sich unrechtmässig Domains mit allzu dreistem Olympiabezug sichert, wird verklagt. In Deutschland verhindert zwar ein Gesetz den Missbrauch des olympischen Emblems und der dazugehörigen Bezeichnungen. Doch das IOC kämpft weltweit gegen Grabbing und unzulässige Werbung.
(Marken)zeichen gesetzt
Unmittelbar vor Beginn der Winterspiele in Turin am 10. Februar hat das IOC ein Zeichen gesetzt: im Kampf um die Domain turin2006.com setzte sich das Komitee vor einem US-Gericht durch. Der Schweizer Marco Ferro muss die Domain an das IOC abgeben. Gegen die Klage wehrte er sich zunächst mit der Erklärung, die Domain sei für eine Infoseite über die britische Indieband "Turin Brakes" gedacht.
Doch das Gericht ließ sich nicht überzeugen: zum Zeitpunkt der Klageerhebung hatte Ferro nämlich die Domain noch verwendet, um über eine Suchmaschine olympiabezogene Produkte wie Hotels, Reisen und Eintrittskarten zu bewerben. Erst nach Erhalt der Klage entfernte er diese Inhalte und baute die Fan-Site auf.
Kein Einzelfall
Dies ist nicht die erste Klage des IOC gegen Domains mit Olympiabezug und klarer Rechtsverletzung. Bereits in den Jahren zuvor waren Domains wie olympic.tv und olympic.biz Anlass für gerichtliche Auseinandersetzungen.