Montag, 06.02.2006 17:26

Wieder einmal Wirbel um VoipBuster

aus den Bereichen Breitband, VoIP
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Update 6.2.: Alles Marketing?

Endlich: nach mehrmaligen Kontaktversuchen haben sich die Macher der VoIP-Dienste, die Kölner Betamax GmbH, zu einigen Antworten überreden lassen. Zwar brauchte es dafür die Androhung, sie bei neuerlichem Schweigen aus unserer Übersicht zu löschen, aber der Zweck heiligt ja bekanntlich die Mittel. Trotz ausführlicher Fragen erhalten wir jedoch kaum Hintergrundinformationen. Zum Punkt, wer denn hinter Betamax steckt, heißt es lediglich, man habe Software der Finarea S.A. lizensiert, dem früheren Betreiber von VoipBuster. Warum sich alle drei Dienste immer noch in der Betaphase befinden und wann eine endgültige Version geplant ist, konnte wohl ebenfalls nicht erläutert werden. Stattdessen heißt es ausweichend, die Software sei weiterhin in der Entwicklung und würde in den kommenden Monaten weitere Neuerungen erfahren.

Öfter mal was Neues

Viele Leser schrieben uns wegen der Löschung Deutschlands von der Liste der kostenlosen Länder bei VoipBuster. Auch im Nutzerforum des Anbieters war die Empörung groß: es wurden Fragen laut, ob es sich um Betrug handele. Schließlich hatten sich hierzulande viele Nutzer gerade deshalb bei VoipBuster angemeldet und fühlten sich nun betrogen. Betamax betont, vor jedem Gespräch würde der Tarif vom Softphone angezeigt. Die kostenlosen Ziele seien Teil der Marketingstrategie und es würden immer so viele angeboten wie möglich. Mit den Änderungen bei den Ländern versuche man, spezifische Kundenwünsche zu erfüllen. Auch die Frage, warum drei so ähnliche Dienste wie VoipBuster, VoipStunt und SparVoIP parallel betrieben werden, wird mit einem simplen "das ist Teil unserer Marketingstrategie" abgetan.

Auch der Service wird durch die Antworten nicht transparenter. Wir wollten wissen, wie lange das Prepaid-Guthaben nun tatsächlich gültig ist. Entgegen den Unternehmensangaben auf den Websites, teilt uns der VoipBuster-Sprecher mit, das Geld auf dem Konto bleibe bis zu 180 Tage nach dem letzten Telefongespräch gültig. Vorwürfen, dass insbesondere Support-Anfragen nicht beantwortet würden, begegnet Betamax mit der Aussage, alle relevanten Fragen würden beantwortet. Rechnungsanfragen würden auf dem schnellsten Weg beantwortet, außerdem würden Kunden auf die FAQ der Website verwiesen, die regelmäßig auf den neuesten Stand gebracht würden.

Hat Betamax nun einfach die gleichen Startprobleme in Sachen Service und Kundenbindung wie andere Newcomer oder steckt hinter den Schwierigkeiten System? Wir werden das Kölner Unternehmen und seine außergewöhnlichen Dienste weiter im Auge behalten.
Aleksandra Leon
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