"Wir konzentrieren uns auf Treffer mit relevanten lokalen Informationen, anstelle von ellenlangen Listen, wie sie etwa Google liefert", sagte Neuerbourg dem Blatt. Betrieben wird der neue Suchdienst nach seinen Worten von der Münchener Firma T-Info, einem Gemeinschaftsunternehmen von DeTeMedien und 65 mittelständischen Verlagen, das dafür "so viele Datentöpfe wie nur möglich" anzapfen werde.
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Bisher betreibt die Telekom-Tochter selbst ein halbes Dutzend verschiedener Suchseiten, einige Telefonbuchverlage entwickeln überdies eine eigene Suchtechnik unter dem Namen Neomo. Für Suchen.de sollen Neuerbourg zufolge neben dem Neomo-Index Daten aus den Gelben Seiten, Telefonbüchern und weiteren Quellen genutzt werden.
Hintergrund ist der bevorstehende Marktstart einer lokalen Suchmaschine von Google in Deutschland, der ursprünglich schon für 2005 angekündigt war. Der US-Branchenriese hat unter dem Label Google local eine Suchtechnik entwickelt, die lokale Informationen mit Straßenkarten verknüpft. Die Nutzer können dabei zusätzlich zum Suchbegriff ihren Standort eingeben. Sie erhalten dann eine Liste mit speziell darauf zugeschnittenen Einträgen inklusive Adressen und Telefonummern.
Google greift an
Damit greift Google einen der größten Gewinnbringer der Deutschen Telekom an, das Geschäft mit Branchenbüchern und Telefonauskunftsdiensten. Den Intenet-Marktforschern Nielsen Netratings zufolge hat Google local in den USA bei lokalen Suchabfragen bereits mehr als 15 Prozent Marktanteil.


