Während Premiere sich im Privatkundengeschäft nach dem letzten
Korb vom neuen Livespiel-Rechteinhaber
Arena keine Hoffnungen mehr auf eine Sublizenz für die Übertragung von Livespielen der Fußball Bundesliga machen kann, könnte sich für die Privatfernsehgruppen RTL und Pro Sieben Sat.1 eine interessante Entwicklung ergeben. Wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) berichtet, will Arena Teile der Übertragungsrechte weiterverkaufen.
Unter Berufung auf Branchenkreise berichtet die Zeitung, dass Arena derzeit Verhandlungen mit den beiden TV-Anstalten führe. Dabei gehe es vor allem um die Livespiel-Rechte für das ab der kommenden Saison geplante Freitagsspiel und die beiden Sonntagsspiele der höchsten deutschen Fußball-Spielklasse. Damit steigen die Chancen, dass künftig mehr Fußball auch im frei empfangbaren Fernsehen zu sehen sein wird. Die Privatsender müssten die erkauften Übertragungsrechte unter anderem durch neue Werbepartnerschaften refinanzieren.
Auch Premiere hat noch Hoffnung
Doch auch Premiere will sich im Poker um die Bundesliga-Livespiele noch nicht endgültig geschlagen geben. Dabei soll sowohl mit Arena als auch mit der Deutschen Telekom gesprochen werden, die über die Internet-Tochter T-Online die Rechte für die Online-Übertragungen erworben hat. Premiere-Vorstandschef Georg Kofler sagte nach Informationen der FAZ "In den nächsten Wochen werden wir konkrete und konstruktive Gespräche mit beiden suchen".
Hayo Lücke