"Sex sells" – und zwar im wahrsten Sinne des Wortes. Das bewies diese Woche der Verkauf der begehrten Domain "sex.com". Die Domain wechselte Medienberichten zufolge für eine Rekordsumme den Besitzer: 14 Millionen US-Dollar soll die Bostoner Firma Escom LLC an den früheren Domaininhaber Gary Kremen gezahlt haben, das will das Internetportal Xbiz.com aus informierten Kreisen in Erfahrung gebracht haben.
Viel Trubel um Domain
1994 registrierte Kremen als erster die begehrte Domain für wenig Geld. Nur ein Jahr später gelang es dem mehrfach vorbestraften Betrüger Michael Cohen, die Domain sex.com mit einem Trick und gefälschten Unterlagen an sich zu reißen. Rund 4,5 Millionen US-Dollar kostete Kremen der darauf folgende Rechtsstreit um sex.com. Der Domain Betrüger wurde zu einer Schadensersatzzahlung von 65 Millionen US-Dollar verurteilt, flüchtete nach Mexiko und wurde im Oktober vergangenen Jahres verhaftet.
Business.com kostete nur die Hälfte
Auch zur Riege der begehrtesten Domains gehört "Business.com". Diese Domain ging bereits 1999 über den virtuellen Ladentisch, für 7,5 Millionen Dollar. Für sex.com blätterte die Firma Escom nun im Vergleich fast das Doppelte hin.
Denise Bergfeld