Der Verlust der Übertragungsrechte für Livespiele der Fußball Bundesliga setzt Premiere immer weiter zu. Zwar spekuliert der Pay-TV-Konzern darauf, auch künftig in den Premiere Sport Bars die Bundesliga-Spiele übertragen zu dürfen, der eigene Aktienkurs des Unternehmens fällt aber immer weiter in den Keller.
Neuer Einbruch
Am Mittag lag der Aktienkurs bei 12,20 Euro, zwischenzeitlich dümpelte das Papier jedoch auf einem Tiefstwert von 12,10 Euro. Seit dem Höchstkurs, der im vergangenen April bei 33 Euro gelegen hatte, ist der Wert der Premiere-Aktien um 60 Prozent gefallen. Den dicksten Knick im Kursverlauf musste Premiere Mitte Dezember wegstecken, als die Deutsche Fußball Liga (DFL) überraschend dem neuen Partner Arena, einer hundertprozentigen Tochter der Unity Media, zu der die Kabelnetzbetreiber ish und iesy gehören, die Livespielrechte ab der kommenden Saison
zusprach.
Arena-Absage drückt den Kurs weiter
Nun ist der Kurs der Premiere-Aktie allerdings nochmals in den Keller gerutscht. Und wieder wird Arena als Grund gehandelt. Wie von onlinekosten.de
berichtet, will der neue Rechteinhaber nämlich nicht mit Premiere über eine mögliche Sublizenz zur Übertragung der Live-Spiele verhandeln. Bisher hatte Premiere darauf spekuliert, auf diese Weise vielleicht doch noch an die Übertragungen zu kommen, wurde nun aber wohl endgültig aus dem Boot gekegelt.
Möglicherweise spielt für den Kurssturz aber auch eine Rolle, dass Arena Gerüchte dementierte, wonach man eine Übernahme von Premiere plane. Auch die Spekulation, der Wettanbieter Betandwin plane einen Einstieg bei Premiere, um einen neuen TV-Wettkanal zu eröffnen, konnte den Aktienkurs des Münchner TV-Senders nicht beflügeln.