Mittwoch, 18.01.2006 13:49

Internetfirma löst weltweite Börsenturbulenzen aus

aus dem Bereich Sonstiges
Die Livedoor-Aktien waren am Mittwoch zunächst vom Handel suspendiert, wurden jedoch wieder zugelassen, nachdem das Unternehmen einer Untersuchung der Vorwürfe zugestimmt hatte. Börsenchef Taizo Nishimuro drohte, Livedoor von der Börse auszuschließen, sollte das Unternehmen nicht alle nötigen Informationen herausgeben. Zudem sorgte der steigende Ölpreis an der Tokioter Börse für eine Flut von Verkaufsaufträgen.

Anzeige
Börsen-Computer überlastet

Mit rund vier Millionen Orders brachten die Investoren das System an den Rand des Kollaps. Der Vorfall nährt Rufe nach einer Generalüberholung des anfälligen Computersystems. Nach einer Pannenserie musste Ende Dezember bereits der Tokioter Börsenchef zurückgetreten. Im November war es zu einem folgenreichen Systemcrash gekommen, der umgerechnet rund 280 Millionen Euro vernichtete und zu chaotischen Szenen auf dem Parkett führte. Vor wenigen Tagen kam es dann bereits zum dritten Mal zu einer folgenschweren Computerpanne, bei der umgerechnet 2,2 Millionen Euro verloren gingen, weil es einem Händler nicht gelang, eine Fehlbuchung rückgängig zu machen. Die Börse will nun ab Donnerstag bis auf weiteres den Handel um 30 Minuten verkürzen. Die Mittagspause soll ausgedehnt werden, damit das Computersystem das riesige Handelsvolumen verarbeiten kann.

Die Vorwürfe gegen Livedoor erinnern an den Bilanzskandal um die US-Firma Enron 2001. Sie rufen auch Zweifel an der Strategie von Japans Internet-Firmen hervor, durch Übernahmen und die Ausgabe neuer Aktien zu wachsen. Nachdem auch die in den USA vorgelegten Quartalszahlen des Internetkonzerns Yahoo und des Chipherstellers Intel unter den Erwartungen der Analysten lagen, standen Internet-Werte am Mittwoch in Tokio auf der Verkaufsliste.

Gelassene Stimmung

Die Tokioter Händler gaben sich angesichts des Abwärtssogs jedoch gelassen. "Nach dem Ausverkauf wird sich der Markt wieder den guten Basisdaten zuwenden", sagte Hiroichi Nishi, Händler bei Nikko Cordial Securities. "Im Moment herrscht Panik, aber nach einer Weile wird sich die Lage beruhigen", sagte Hideyuki Suzuki, Analyst bei SBI Securities.
Hayo Lücke / afp
Kommentieren (Neuen Kommentar verfassen):
Dieser Artikel wurde noch nicht kommentiert.
 Suche

Mobiles Internet
Unterwegs und trotzdem Online: Mobiles Internet per UMTS macht's möglich.
Fast genauso schnell im Speed Test oder sogar schneller als ein regulärer Internetzugang.
Damit ist mobiles Internet neben Kabel digital auch als Alternative interessant, wenn die DSL Verfügbarkeit am Wohnort eingeschränkt ist.
DSL Anschluss
DSL 2000 für Einsteiger, DSL 6000 für Normalsurfer oder DSL 16000 für Internetprofis.
Welcher Internetanschluss von welchem Internet Provider ist geeignet?
Der DSL Anbieter Vergleich zeigt: Die Auswahl ist groß
Internetzugang
Zahlreiche Provider haben günstige DSL Angebote. Inzwischen bieten einige von ihnen auch das schnelle VDSL an.
Jetzt die Vodafone VDSL Verfügbarkeit checken, nach T-Home VDSL suchen oder die 1und1 VDSL Verfügbarkeit vor Ort prüfen.
Schnell anmelden und mit Highspeed im Internet surfen.
© 1999-2012 onlinekosten.de GmbH :: Datenschutz :: Impressum :: Presse :: Jobs