Bundesliga-Fußball für Privatkunden auf dem Pay-TV-Sender Premiere rückt in immer weitere Ferne. Nach dem
Verlust der Rechte ab der kommenden Saison hatte Premiere zwar noch gehofft, eine
Sublizenz beim neuen Rechteinhaber Arena einkaufen zu können, doch nach einer ersten
Absage gab es nun den wohl endgültigen Korb.
Verhandlungen mit Astra
Wie die Financial Times Deutschland (FTD) berichtet, erklärte Arenas Geschäftsführer Parm Sandhu gestern in Kerpen: "Mit denen verhandeln wir definitiv nicht". Die Drohung von Premiere-Chef Georg Kofler sehe Sandhu gelassen. Das Blatt zitiert den Manager mit den Worten: "Wir machen anders Geschäfte als Herr Kofler. Wir haben eine kooperative Herangehensweise." Mit dem Satellitenbetreiber Astra werde bereits über eine Kooperation verhandelt, damit die Fußball Bundesliga auch außerhalb der erschlossenen Kabelnetze in ganz Deutschland empfangbar sei. Knapp 43 Prozent der deutschen Haushalte empfangen ihr Fernsehen über Satellit.
Fortschritte gibt es bei in Sachen Sendelizenz. Wie die "Berliner Morgenpost" berichtet, sei bereits mit drei Medienanstalten gesprochen worden. "Alle haben betont, dass sie uns gern eine Lizenz geben", so Sandhu. Zu konkreten Preisen wurden noch keine Details bekannt. Arena will Fußball zu erschwinglichen Preisen anbieten. Zuletzt war davon die Rede, dass es das Gesamtpaket für unter 20 Euro geben solle. Gestern fiel auch ein Preis von unter 10 Euro. Dieser Preis solle aber nur für ein Teilpaket oder Spiele auf Pay per View-Basis gelten, wo nur das bezahlt werden muss, was auch wirklich abgerufen wird.
Angebote ab Anfang März?
Bis Anfang März will Arena alle Verträge zur bundesweiten Verbreitung seines Fußball-Angebots unter Dach und Fach haben. "Die Schlüsselelemente sollten binnen sechs Wochen erledigt sein", sagte Sadhu der FTD zufolge. Problematisch dürfte insbesondere die zerklüftete deutsche Kabellandschaft sein. Sandhu muss sich hier mit zahlreichen Partner einigen.
Hayo Lücke