"Wenn der Walkman schon durch den MP3-Player abgelöst wird, muss doch wenigstens an den erfolgreichen Namen angeknüpft werden", dachte sich die Firma Sony vielleicht bei ihrem neuen Produkt für die
Play Station Portable (PSP). Ab Mai 2006 kommt unter dem Namen "TalkMan" eine Software auf den Markt, die die PSP zum Dolmetscher in fremden Ländern machen soll.
Hilfe vom blauen Vogel
Keine Konsolensoftware ohne wenigstens ein bisschen Verspieltheit. Anstatt einfach eine Übersetzungssoftware zu entwickeln, dreht sich bei TalkMan alles um den blauen Vogel Max, der dem Nutzer beim Überstetzen helfen soll. Der Vogel beherrscht dabei die Sparchen Französisch, Englisch, Deutsch, Spanisch, Italienisch und Japanisch. Ein Speicher mit 3.000 nützlichen Sätzen ist außer der Dolmetsch-Funktion enthalten.
Der Clou der Software ist die kommunikation selbst. Die zu übersetzenden Wörter oder Sätze müssen nämlich nicht über eine Tastatur eingegeben werden, sondern werden direkt über ein mitgeliefertes Mikrofon eingesprochen und erkannt. Die Übersetzung erscheint wenige Momente später auf dem Bildschirm. Damit sich die Software nicht nur auf die eingesprochene Sprache selbst, sondern auch auf die Sprachsituation einstellen kann, wählt man zuvor eines von 28 Szenarien aus, in dem man sich gerad befindet. Diese reichen
vom Hotel Foyer über Restaurant und Nachtclub bis hin zur Ski-Piste. Als nächstes wird entweder ein vorgefertigter Satz ausgewählt oder etwas in das Mikrofon gesprochen. Der blaue Vogel übersetzt nun sogar in verschiedenen Emotionsstufen von "Lass mich bitte allein" bis "Hau ab!" - entweder schriftlich oder auch über den Lautsprecher.
Nicht nur Dolmetscher
Außer der Übersetzungsfunktion bietet der TalkMan noch zwei spielerische Sprachkurse in den sechs Sprachen. Hier müssen Sätze korrekt ausgesprochen werden oder eine richtige Übersetzung gewählt werden. Über das mitgelieferte Mikrofon ist auch eine Voice Memo Funktion verfügbar, die das Aufzeichnen kurzer Nachrichten erlaubt. Die Software kommt auf einer UMD. Der Preis steht noch nicht fest.
Philip Meyer-Bothling