Der zentrale Notruf
116 116 zur Sperrung von EC-Karten, Kreditkarten und anderen Medien wird auch in Zukunft zu erreichen sein. Die zum genossenschaftlichen Finanzverbund gehörende Servodata GmbH habe zum Jahreswechsel den Betrieb des Sperr-Dienstes übernommen, meldet das "Handelsblatt". Der ursprüngliche Betreiber, die Sperr-Notruf 116 116 GmbH, hatte bereits im Juli nach nur kurzzeitigem Betrieb
Insolvenz anmelden müssen.
Servodata ist ein Tochterunternehmen der CardProcess GmbH, in der die genossenschaftliche Finanzgruppe sämtliche Dienstleistungen um Zahlungs- und Kreditkarten bündelt. Für die Kunden der Genossenschaftsbanken nimmt Servodata Sperren von EC- und Maestro-Karten entgegen. Neben den bisherigen Teilnehmern – unter anderem Sparkassen, Genossenschaftsbanken, American Express – stehe das Unternehmen auch weiteren Teilnehmern offen gegenüber.
Jetzt mit Sprachcomputer
Die Callcenter von Bosch und Arvato (Bertelsmann), die den Notruf seit seinem Start im Juli 2005 zusammen mit der Sperr-Notruf 116 116 GmbH betrieben hatten, sind nicht mehr beteiligt. Beim neuen Betreiber werden die Anrufe aus Kostengründen nicht mehr persönlich von Mitarbeitern der Call-Center entgegen genommen. Statt dessen meldet sich ein Sprachcomputer, der die Anrufer durch ein Options-Menü führt. Dies verringert die Nutzerfreundlichkeit des Notrufs in der Praxis erheblich.
Die Bundesnetzagentur, die den Notruf "116 116" zuteilte, ist mit dem Betreiberwechsel einverstanden. "Wichtig ist, dass der Ruf funktioniert und damit die Auflagen für die Zuteilung erfüllt sind", sagte ein Sprecher. Die Rufnummer "116 116" ist rund um die Uhr erreichbar und aus dem deutschen Festnetz kostenlos. Aus dem Ausland ist der Sprachcomputer unter der Numemr 00493040504050 zu erreichen.
Hayo Lücke