Nach dem Verlust der Live-Übertragungsrechte für Privatkunden setzt der Pay-TV-Kanal Premiere offensichtlich auf den Motorsport als ein künftiges Zugpferd. In einem Interview mit dem Nachrichtenmagazin "Focus" erklärte Sport-Vorstand Hans Mahr, dass es künftig einen eigenen Motorsportkanal bei Premiere geben soll.
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Ferner kündigte Mahr an, neue Fußballrechte erwerben zu wollen. Zudem werde sich Premiere auf "weitere Sportarten konzentrieren, die in Deutschland viele Fans haben". Neben den schon im Premiere-Programm verankerten Spielen der Deutschen Eishockey Liga (DEL) könnten dazu zum Beispiel auch die Basketball- oder Handball Bundesliga zählen. Eine Option sei auch, den bisherigen Wettkanal "Premiere Win" in einen Free TV-Kanal umzuwandeln, um dort Spiele der Fußball Champions League zu zeigen.
Kein verübter Druck
Gleichzeitig dementierte der Premiere-Manager
Vorwürfe, wonach der Sender den neuen Bundesliga-Rechteinhaber Arena unter Druck setze, indem das Pay-TV-Unternehmen den Zugang für die technische Infrastruktur blockiere. "Wir blockieren nichts. Aber wenn man ein Auto besitzt gibt man doch auch nicht irgendjemandem die Schlüssel, der gerade daher kommt und ein Stück weiter fahren will. Es gibt Eigentumsrechte, über die geredet werden muss."
Premiere hatte Ende Dezember überraschend die Bundesliga-Rechte an Arena
verloren. Ab der nächsten Saison darf Premiere Privatkunden daher nach dem aktuellen Stand keine Livespiele der Fußball Bundesliga mehr anbieten. Zwar macht sich Premiere noch Hoffnungen auf eine Sublizenzierung, arena-Chef Bernard de Roos hatte allerdings bereits
angekündigt, nicht mit Premiere zusammen arbeiten zu wollen.
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