Donnerstag, 29.12.2005 13:28

Gefährliche Google-Grußkarte

aus dem Bereich Computer
Internetsurfer, die in diesen Stunden eine angebliche Google-Grußkarte von "Claudia" erhalten, sollten diese keinesfalls öffnen. Führende Hersteller von Anti-Virus-Software wie zum Beispiel der russische Anbieter Kaspersky Lab warnen vor neu aufgetauchten Trojanern, die eine Sicherheitslücke im Bearbeitungsprogramm Windows Meta File (WMF) ausnutzen.

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Achtung, Achtung!

Kaspersky stuft die Sicherheitslücke als "kritisch" ein, da derzeit noch kein Patch zur Verfügung steht, mit der Windows-Rechner vor den Trojaner-Attacken geschützt werden können. Betroffen sind die Betriebssysteme Windows XP (auch bei installierten Service Packs 1 und/oder 2) sowie Windows Server 2003 SP0/SP1. Die Sicherheitslücke befindet sich im Browser Internet Explorer, kann unter bestimmten Voraussetzungen aber auch im Firefox-Browser verwendet werden.

Hat sich einer der Trojaner-Downloader einmal auf einem Windows-Rechner eingenistet, lädt er zum Beispiel von den Webseiten unionseek.com und iframeurl.biz andere Trojaner-Programme auf den infizierten PC. Es wird empfohlen, E-Mails, in denen Dateien mit der Endung .wmf verschickt werden, nicht zu öffnen. Außerdem sollte im Browser Internet Explorer das Sicherheitsniveau "Hoch" ausgewählt werden.

Google-Grußkarte lädt nach

Bei der angeblichen Grußkarte von Google, die auch auf dem Mailserver von onlinekosten.de bereits gesichtet wurde, wird zwar keine Datei mitgeschickt, dafür wird aber automatisch eine WMF-Datei geöffnet, durch die das System mit einem Trojaner infiziert wird. Problematisch ist dies insbesondere vor dem Hintergrund, dass aktuell noch nicht alle Viren-Scanner die Sicherheitslücke erkennen. Es ist also zur äußersten Vorsicht geraten.
Hayo Lücke
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