Der Mobilfunk lebt – mehr als je zuvor. Nicht nur die Kundenzahlen steigen nach wie vor weiter an und sorgen dafür, dass die Netze der vier großen Player am deutschen Markt besser ausgelastet sind. Auch ein neuer, aggressiver Preiskampf hat in den zurückliegenden Monaten für reichlich Wirbel unter den Anbietern für mobile Sprach-Kommunikation gesorgt – zumindest im Bereich der
Billiganbieter.
Da war doch was... 2004
Der Ursprung der Mobilfunk-Discounter liegt allerdings schon ein bisschen länger zurück. Anfang Oktober im Jahr 2004
startete o2 in Kooperation mit dem Kaffeeröster
Tchibo mit einem neuen Konzept auf dem Prepaid-Markt durch. Ein Minutenpreis rund um die Uhr, so lautete das Motto, das sich die beiden Konzerne auf die Fahnen geschrieben hatten. Dabei spielte es keine Rolle, zu welchem deutschen Telefonanschluss das Gespräch geführt wurde, immer mussten 35 Cent pro Minute gezahlt werden.
Der Erfolg gab den beiden Partnern Recht, trotzdem dauerte es seine Zeit, bis der erste Anbieter zum Konter ansetzte. Anfang April wagten dann die Betreiber der SMS-Online-Community uboot.com mit ihrem Prepaid-Tarif namens Schwarzfunk einen ersten Gegenangriff. Telefonate für 25 Cent pro Minute zu anderen Schwarzfunk- und zu allen E-Plus-Kunden und 35 Cent pro Minute in alle anderen nationalen Netze, war vor neun Monaten ein durchaus attraktives Angebot, wurde Ende Mai aber durch den
Start der E-Plus-Billigmarke
simyo nochmals deutlich unterboten.
Einfach, einfach, einfach
Beim Pionier unter den Prepaid-Discountern steht seitdem eines im Vordergrund: einfach sein. Unter dem Motto "weil einfach einfach einfach ist" wurde das Angebot seinerzeit mit einem neuen Dumpingpreis gestartet: 19 Cent pro Minute für Telefonate in alle deutschen Netze und SMS für 14 Cent das Stück stellten einen echten Paukenschlag dar. Günstige Preise auf Kosten von weniger Extras, so das Konzept von simyo. Das heißt: Vertrieb über das Internet, keine Handys, kaum Sonderfunktionen.