Erst im
August freute sich die
1&1 Internet AG über die 500.000ste geschaltete Rufnummer für VoIP. Bereits jetzt, wenige Monate später, ist die Marke von 1.000.000 geknackt. Zwar sagt das noch nichts über die wirklichen Kundenzahlen aus: die eine Hälfte der Rufnummern sind bestehende Festnetzanschlüsse, die für VoIP von 1&1 registriert wurden. Hinzu kommen pro Kunde bis zu vier Ortsnetzrufnummern, die kostenfrei zur bestehenden Rufnummer geschaltet werden können.
Vierfach "voipen"
Die geografischen Rufnummern sind für jedes bundesdeutsche Ortsnetz erhältlich. Je nach dem, wie viele Rufnummern geschaltet wurden, so viele Gespräche können parallel per VoIP geführt werden. Die DSL-Angebote mit bis zu sechs Megabit pro Sekunde Geschwindigkeit bieten Platz genug, um die bis zu vier Telefonate gleichzeitig zu transportieren. Wie viel "gevoipt" werden kann, ohne dass die Leitung kracht, haben die 1&1-Kunden auch schon kräftig getestet: allein im vergangenen Monat haben sie rund 284 Millionen Minuten per VoIP telefoniert.
Großes Kunden-Laufen
"Wir erleben derzeit einen regelrechten Run auf DSL-Telefonie, weg vom analogen oder ISDN-Anschluss", berichtet Andreas Gauger, Vorstandssprecher von 1&1. Ein klarer Vorteil seines Unternehmens gegenüber reinen VoIP-Anbietern sei, dass DSL-Zugang und Gesprächsabrechnungen aus einer Hand angeboten werden könnten. Nicht ganz unschuldig an dieser Entwicklung wird wohl aber auch die
Sonderaktion sein, die 1&1 bereits seit einigen Wochen anpreist: wer noch bis zum 31.12. DSL mit 1&1 Phone Flat bestellt, spart das komplette erste Jahr die monatliche VoIP-Flat Gebühr in Höhe von 9,99 Euro für Gespräche ins deutsche Festnetz.
Aleksandra Leon