Bereits
im Oktober gaben die Finnen bekannt, im kommenden Jahr das E60 mit GSM und WLAN auf den Markt bringen zu wollen. Das angekündigte
Nokia 770 soll sogar ausschließlich im WLAN funken können. Jetzt berichtet das Online-Magazin Computer Business Review (CBR), der Handy-Hersteller plane weitere Geräte im kommenden Jahr, das mit GSM ausgestattet ist und gleichzeitig VoIP über den weit verbreiteten Standard
SIP ermöglicht.
Viel Service, kein Skype
Zu diesem Zweck arbeite Nokia mit den Hardware-Spezialisten
Cisco Systems Inc. sowie Avaya Inc. zusammen, um Lösungen für IP PBX, hosted IP PBX sowie IP Centrex zu erarbeiten. Damit sollen den Nutzern PBX-Funktionalitäten wie Konferenzschaltung, Kurzwahl oder das Anrufen mehrerer Geräte mit einer Rufnummer. Durch die Verwendung des SIP-Protokolls werden allerdings keine Verbindungen zu
Skype möglich sein. Schade für E-Plus, die mit dem beliebten VoIP-Client gerade einen
Feldtest für die mobile Nutzung gestartet haben.
Keine Netzübergabe möglich
Ebenso soll es nicht möglich sein, mit den neuen Nokia-Geräten während eines Telefonats zwischen GSM-Netz und WLAN hin und her zu wechseln. Technisch wäre eine solche Übergabe zwar möglich. Einer der Hinderungsgründe werden hier aber wohl die Mobilfunk-Netzbetreiber selbst sein, die den Netzwechsel berechnen müssen beziehungsweise denen die Gespräche, die per WLAN geführt werden, ganz entgehen. Denn die VoIP-Gespräche verursachen zwar Datenverkehr, der wird aber mittlerweile bei einigen Flatrate-Angeboten pauschal abgerechnet. Die Verbindungskosten, bei VoIP sowieso verschwindend gering, kassieren dann andere. Zukünftig soll aber auch dieses Roaming mit den Nokia-Geräten ermöglicht werden.
Die Zwitter-Handys wurden für die erste Hälfte 2006 angekündigt, nähere Details sind bislang noch nicht bekannt.