Mittwoch, 21.12.2005 14:17

Premiere darf nicht mehr mitkicken

aus dem Bereich Sonstiges
Die Überraschung ist perfekt: Premiere ist raus. Die begehrten Live-Rechte an der Bundesliga gehen für die nächsten drei Jahre an den Kabelnetzbetreiber Unity Media (ish/iesy). Für Premiere ist das ein herber Rückschlag. Der Börsenkurs des Bezahlsenders sackte schon vor der Bekanntgabe am Mittwochmittag um ein Viertel ab, kurz nach der Pressekonferenz verlor der Kurs 41 Prozent und sackte auf ein Jahrestief.

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Gewinner Kabel

Die Rechte für alle Live-Übertragungen gingen an die Sportrechtefirma "Arena", einer hundertprozentigen Tochter der Unity Media, zu der die Kabelnetzbetreiber ish und iesy gehören. Um die abgegebenen Reichweitengarantien halten zu können, wird von einer Kooperation mit Kabel Deutschland und möglicherweise auch weiteren Fernsehsendern ausgegangen. Die Rechte beinhalten auch die Möglichkeit der Sublizensierung, also könnte Premiere über einen Umweg doch noch an die Bundesliga kommen.

Die Deutsche Fußball-Liga gab damit dem Angebot den Vorzug, dass die Existenz der Sportschauberichte um 18.30 Uhr und des ZDF Sportstudios ab 22 Uhr am Samstag sicher stellt. Premiere hatte zwar das finanziell beste Angebot abgegeben, das allerdings die freie Berichterstattung von den Bundesligaspielen erst ab 22 Uhr vorsah. Das Szenario garantiere weiterhin das Miteinander von Free TV und Pay TV, sagte der für Rechte und Lizenzen zuständige DFL-Geschäftsführer, Christian Seifert.

Neuer Freitagskick

Wieder eingeführt wurde ein Freitagsspiel um 20.30 Uhr. Die Liverechte daran erhält die Arena, die Erstverwertungsrechte ab 22 Uhr liegen bei der ARD. Die Samstagsspiele sind live bei Arena, die Sportschau darf ab 18.30 Uhr berichten und das ZDF wie gewohnt im Sportstudio ab 22 Uhr. Zwei Sonntagsspiele bleiben beim DSF, sollen aber erst ab 22 Uhr im TV laufen. Die Nachverwertungsrechte für Kurzberichte in anderen Medien sollen in einer zweiten Bieterrunde im ersten Quartal 2006 vergeben werden.

Die Telekom sicherte sich die Internet- und Mobilfunkrechte, die Auslandsrechte gingen an den Sportwettenanbieter Bet and Win.
Volker Briegleb
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