Exlusive Verhandlungen führt der AOL-Mutterkonzern Time Warner US-Medienberichten zufolge aktuell mit dem Suchmaschinenbetreiber Google. Eine Milliarde US-Dollar würde sich Google eine fünfprozentige Beteiligung an AOL kosten lassen. Die New York Times berichtet heute zudem, Google plane Werbeanzeigen auf seinen Seiten künftig mit grafischen Elementen zu versehen. AOL soll im Rahmen der Partnerschaft mit dem Suchmaschinenbetreiber Werbeplätze im Wert von 300 Millionen Dollar erhalten. Die neuen Werbeformen sollen der New York Times zufolge nicht AOL, sondern allen Kunden entsprechend offen stehen.
Microsoft zieht den Kürzeren
Kommt der Deal heute unter Dach und Fach, so wäre dies ein schwerer Rückschlag für
Microsoft. Auch Microsoft verhandelte wochenlang mit dem AOL-Mutterkonzern mit dem Ziel, AOL für die Verwendung der eigenen Suchmaschine MSN abzuwerben. Microsoft bliebe damit nur die Nummer drei im Suchanzeigengeschäft, nach Google und Yahoo. AOL setzt bereits auf die Suchmaschinen-Technologie von Google. Mit der Partnerschaft der beiden Konzerne sichert sich Google nun langfristig den Zugriff auf Filme, Videos und andere Entertainment-Inhalte. AOL würde Google künftig bei der Anzeigenvermaktung unterstützen.
Update 21.12.: Übereinkunft erzielt
Das Geschäft ist perfekt, Google erwirbt die fünfprozentige Beteiligung an AOL zum vereinbarten Preis, wie die Unternehmen am Dienstag (Ortszeit) mitteilten. Google und AOL wollen künftig weltweit noch stärker bei der Internet-Werbung kooperieren und damit ihre Einnahmen steigern. Microsoft geht bei dem Deal leer aus.