Die Bundesnetzagentur (BNetzA) hat heute in Bonn ihren Tätigkeitsbericht 2004/2005 vorgestellt. Chefregulierer Matthias Kurth zog eine positive Bilanz. Die gute Entwicklung der Märkte Telefondienste und Breitband habe sich als Wirtschaftsmotor erwiesen. Darin sieht Kurth eine Bestätigung seiner Arbeit.
DSL wächst weiter
Als entscheidende Faktoren für das erfreulich positive Wachstum nannte Kurth die Nutzung des Internets und die Verbreitung breitbandiger Zugänge sowie den Mobilfunksektor. Die Bundesnetzagentur zählt für das Jahr 2005 insgesamt 10,4 Millionen geschaltete DSL-Anschlüsse, davon allein 3,6 Millionen Neuanschlüsse. Damit seien 27 Prozent der Haushalte erschlossen, gegenüber erst 17 Prozent im Vorjahr.
Für Kurth machen die Wettbewerber des Ex-Monopolisten auf dem DSL-Markt deutlich Boden gut. Er erwartet, dass die Telekom-Konkurrenten bis Ende 2005 auf einen Marktanteil von nahezu 40 Prozent kommen, einschließlich der 1,5 Millionen Resale-Anschlüsse. "Erfreulich ist insbesondere, dass sich der Marktanteil der Wettbewerber an den DSL-Direktanschlüssen auf 28 Prozent erhöht hat", erklärte Kurth.
Bitstream soll kommen
Diese Entwicklung ist für Kurth auch ein Ergebnis der Arbeit seiner Behörde. Die Verfügbarkeit geeigneter Vorprodukte sei maßgeblich für den Wettbewerb. Für eine zusätzliche Belebung soll nach dem Willen der Regulierer der Bitstream Access dienen. Der so genannte Bitstrom-Zugang würde es den Wettbewerbern ermöglichen, über die Teilnehmeranschlussleitung (TAL) ein DSL-Produkt unter eigener Flagge aufzusetzen.
Kurth will dem Wettbwebwerb ein Bitstrom-Produkt an die Hand geben und damit die Lücke zwischen Miete der TAL und Resale schließen. Die notwendige Marktdefinition und anschließende Marktanalyse für Bitstream Access ist allerdings noch nicht abgeschlossen.