Am gleichen Tag, an dem
Yahoo seinen neuen Messenger mit VoIP-Funktion vorstellt, gibt jetzt auch Microsoft sein verschärftes Engagement auf diesem Sektor bekannt. Gemeinsam mit dem Kommunikationsprovider MCI will der Softwaregigant zukünftig Telefongespräche vom Computer zu anderen Telefonnetzen vermitteln. Das gaben die beiden Unternehmen in einer gemeinsamen Pressemitteilung bekannt. MCI, übrigens ebenfalls einer der weltweit Größten seiner Art, wird dazu seine Web Calling Lösung über den Windows Live Messenger verfügbar machen.
Beta-Test gestartet
Bereits jetzt läuft eine limitierte
Betatest-Phase für den neuen Windows Live Messenger. Während der kommenden Wochen sollen Nutzer in den USA die Neuentwicklung auf Herz und Nieren prüfen, es folgen Frankreich, Deutschland, Spanien und Großbritannien. Nach der Anmeldung können die Kunden dann Gespräche mit Teilnehmern in mehr als 220 Ländern führen, einmalig in der Testphase für bis zu einer Stunde kostenlos. Länder, wie die USA, Kanada, Großbritannien und auch Westeuropa sollen während der Testphase umgerechnet für 1,83 Cent pro Minute erreichbar sein, geringfügig billiger als über Skype und teurer als mit Yahoo.
Tarife im Mittelfeld
Die komplette Tarifliste wird allerdings erst bekannt gegeben, wenn das fertige Produkt veröffentlicht wird. MCI übernimmt die Aufgaben, die Verbindungen herzustellen, Kunden-Accounts zu verwalten und Support zu leisten. Auch die Abrechnung wird von MCI geregelt. Die Zahlung der Gesprächskosten erfolgt im Prepaid-Verfahren, wahlweise kann das Telefonkonto mit fünf, zehn oder 25 US-Dollar aufgeladen werden. Der Windows Live Messenger soll 2006 auf den Markt kommen. Die Software erweitert den bekannten MSN Messenger, der nach Microsoft-Angaben international mittlerweile rund185 Millionen aktive Accounts zählt.
Aleksandra Leon