Immer mehr Nutzer verabschieden sich vom Festnetz und surfen dank VoIP lieber per Telefonhörer über die Datenautobahn. Damit wachsen auch die Anforderungen, die an die Service-Anbieter und ihre Technik gestellt werden. Deshalb haben jetzt die beiden VoIP-Hardwarespezialisten AVM und iptelorg eine Intensivierung ihrer Zusammenarbeit im Bereich Quality of Service beschlossen. Zukünftig sollen die
Fritz!Box Modelle von AVM am Ende eines jeden VoIP-Telefonats Qualitätswerte an den vermittelnden
SIP-Server übersenden.
Detaillierte Statistiken
Dieses Zusammenspiel funktioniert mit dem Serversystem "SIP Express Router" von iptelorg. Nach Unternehmensangaben nutzen bereits jetzt etwa 80 Prozent der deutschen VoIP-Anbieter diese Hardwarelösung. Die übersandten Qualitätsdaten werden völlig anonymisiert ausgewertet und anschließend als detaillierte Statistik über die Sprachgüte des VoIP-Netzwerks ausgegeben. Der Auswertung liegen Daten zugrunde, wie die Anzahl der Paketverluste in Sende- und Empfangsrichtung, sowie
Delay und
Jitter der Einzelverbindung. So erhalten Service-Anbieter in Echtzeit ein genaues Bild der Leistungsfähigkeit ihres Netzes und können Engpässe im Vorhinein erkennen.
Zwei Mal große Marktanteile
Durch die weite Verbreitung der AVM Fritz! Boxen ist es möglich, nicht nur Stichproben aus dem Netz zu erhalten, sondern eine Vielzahl von Qualitätsangaben. Dabei geht die Integration der neuen Monitoring-Funktionen für VoIP-Anbieter ohne Änderungen in der Infrastruktur von statten. Die entsprechenden Module sind bereits für die Fritz! Box verfügbar, ebenso wie für die SIP Express Router von iptelorg und können von VoIP-Anbietern in einem Feldtest erprobt werden.
Aleksandra Leon