Mittwoch, 07.12.2005 08:59

Immer mehr gezielte Hacker-Attacken

aus dem Bereich Sonstiges
Zafi-D ist der meist verbreitete elektronische Schädling des Jahres 2005. Das zeigen die Untersuchungen der SophosLabs, der weltweiten Forschungszentren des Computersicherheits-Spezialisten Sophos. Mit einem Anteil von 16,7 Prozent am gesamten Viren-Aufkommen behauptet der seit rund einem Jahr aktive Zafi-Wurm den ersten Platz vor seinem härtesten "Konkurrenten" Netsky-P. 2004 noch an der Spitze der Viren-Charts, landet Netsky-P in diesem Jahr auf dem zweiten Platz - gefolgt von Sober-Z.

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Die jüngste Variante der Sober-Familie verbreitet sich seit November dieses Jahres unter anderem als angebliche Meldung des Bundeskriminalamts (BKA) mit dem Ziel, rund um die Welt Rechner und IT-Netzwerke zu stören. In Spitzenzeiten enthielt weltweit jede 13. versendete E-Mail einen mit Sober-Z infizierten Anhang. Der Wurm sorgte damit für den größten Viren-Ausbruch des Jahres. Durchschnittlich war jede 44. aller im Jahr 2005 versendeten E-Mails weltweit mit einem Schadcode infiziert, während größerer Viren-Ausbrüche sogar jede zwölfte E-Mail – so die Bilanz von Sophos.

Immer mehr Schädlinge

Insgesamt registrierten die Computersicherheits-Spezialisten 15.907 neue Schadprogramme und damit 5.183 Schädlinge mehr als im vergangenen Jahr. Vor allem die Zahl an Trojanern, die darauf abzielen, geheime Daten der PC-Anwender auszuspionieren oder die infizierten Rechner für den Versand von Spam-Mails zu missbrauchen, stieg in diesem Jahr drastisch an.

In den Top Ten der meist verbreiteten Schadprogramme im Jahr 2005 finden sich folgende Viren und Würmer:
  1. Zafi-D 16,7 Prozent
  2. Netsky-P 15,7 Prozent
  3. Sober-Z 6.0 Prozent
  4. Sober-N 4.3 Prozent
  5. Zafi-B 4.0 Prozent
  6. Mytob-BE 3.9 Prozent
  7. Mytob-AS 3.8 Prozent
  8. Netsky-D 3.0 Prozent
  9. Mytob-GH 1.9 Prozent
  10. Mytob-EP 1.8 Prozent
Sonstige 38.9 Prozent

Christoph Hardy, Security Consultant bei Sophos, erläutert: "Die Zahlen zeigen zwar, dass altbekannte Schädlinge die Hitliste anführen. Dies darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Anzahl an neuen Bedrohungen im Jahr 2005 enorm angestiegen ist und es an der Schädlingsfront keineswegs ruhig zuging. Kriminelle Banden zielen verstärkt darauf ab, mittels elektronischer Trojaner, Viren und Würmer Profit zu machen. Bei ihren Attacken konzentrieren sich die Cyber-Kriminellen auf eine kleinere Anzahl an PC-Anwendern. So können sie ihre Opfer mit maßgeschneiderter Schadsoftware gezielt angreifen und ihre Chancen erhöhen, durch das Sicherheitsnetz zu schlüpfen."
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