Im Dezember kann es wirklich ungemütlich werden. Um der saisonalen Depression entgegen zu wirken, lässt sich die Zeit um Weihnachten mit den neuesten Kinofilmen, entspannender Musik und den aktuellen Spitzengames viel leichter ertragen. Aber wehe, die beruhigenden Medienmittel kommen von illegalen Servern im Netz.
You're busted!
Denn die Polizei hat zusammen mit der Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen (GVU) Anfang Dezember wieder zugeschlagen: Fünf illegale Server in Coburg gingen vom Netz, die in der Szene zu den Top-Adressen zählten. Ein schwerer Schlag gegen die Szene, sagt die GVU. Für Betreiber und Nutzer der Server dürfte dieser Winter also richtig ungemütlich werden.
Unter den von den Ermittlern hochgenommenen Servern waren so beliebte Adressen wie "Paradise-Island" oder "Temptation" sowie drei weitere konspirative Top-Adressen. Die Macher haben auf diesen Servern ihrem - teils zahlungswilligen - Publikum illegales Entertainment zur Verfügung gestellt, und zwar meist noch vor der Markteinführung der Originale.
Durchsuchungen
Staatsanwaltschaft und Kriminalpolizei beschlagnahmten die Rechner in den Räumen einer Coburger IT-Firma, danach wurden Nachfolgedurchsuchungen bei den durch die Serverbeschlagnahmungen bekannt gewordenen Betreibern in Berlin, Bremen, Deggendorf und der Schweiz durchgeführt. Zeitgleich durchsucht wurden die Privaträume eines geständigen 26-jährigen Mannes in Brilon.