Konsolen- und PC-Spiele, eine der beliebtesten Gaben unterm Weihnachtsbaum, machen nicht etwa einsam, sondern stellen ganz im Gegenteil künftig eine der besten Gelegenheiten dar, sich mit Gleichgesinnten online zu treffen. Dieses Resümee zieht zumindest die "Internet-Agenda 2015", die der eco Verband der deutschen Internetwirtschaft herausgegeben hat.
Laut einer Expertenbefragung, die der Agenda zugrunde liegt, vertreten 43 Prozent der Fachleute die Auffassung, dass künftige
Spiele-Generationen Tausende von Enthusiasten rund um den Globus in
virtuellen Spieler-Gemeinschaften zusammenführen werden. Teile der
Gamer-Cliquen verbünden sich miteinander, andere treten gegeneinander
an. Über Chat und Internet-Telefonie können die Computerplayer auch
außerhalb der Spielumgebung in Kontakt miteinander treten, skizziert
die Internet-Agenda das weltweite Datennetz als Spieler-Paradies.
Fit für die Zukunft
Nicht nur durch das Spiel mit menschlichen Gegnern wird das Gaming
noch interessanter, sondern auch durch neuartige biomechanische
Verbindungen zwischen Spieler und PC bzw. Konsole. "Mit der heutigen
Interaktion über Tastendrücken, Klatschen, Singen und Vibrieren ist
das Spektrum der fühlbaren Verbindungen zwischen Mensch und Computer
noch lange nicht ausgereizt", sagt eco- Verbandsgeschäftsführer
Harald A. Summa.
Beispielhaft nennt er Kameras, die Gesichtszüge erfassen und interpretieren, sowie in die Haut implantierte Chips, wie sie heute schon als Eintrittskontrolle für Clubs und Disco eingesetzt werden. Dadurch sowie durch noch brillantere Bildschirmdarstellungen als heute werden die PC- und Konsolen-Spiele immer realistischer im "look and feel", meinen 38 Prozent der von eco
kontaktierten Experten.
Hayo Lücke