Bejubelt von tausenden Fans hat Microsoft seine neue Spielkonsole XBox 360 in die US-Läden gebracht. Vor Verkaufszentren quer durch das Land campierten in der Nacht zum Dienstag (Ortszeit) hunderte ungeduldige Kunden, um als erste ein Exemplar zu ergattern. Während die Nacht für die Wartenden an der Ostküste bitterkalt war, feierten
3.000 Fans in der kalifornischen Mojave-Wüste in einem Flugzeughangar den Verkaufsstart.
Weltweit werden jährlich 20 Milliarden Euro mit Konsolen und den dazugehörigen Spielen umgesetzt. Grund genug für Microsoft, in den Markt einzusteigen. Doch trotz Milliardeninvestitionen konnte der Softwarekonzern die Vormacht der Playstation aus dem Hause des japanischen Konkurrenten Sony bisher nicht brechen. Mit der XBox 360 hofft Microsoft nun, Sony und dem Branchendritten Nintendo das Wasser abzugraben. Die japanischen Unternehmen wollen die neuen Versionen ihrer Konsolen erst in sechs Monaten herausbringen.
Mehr Marktanteil?
Den zeitlichen Vorsprung will Microsoft ausnutzen und auch dank des Weihnachtsgeschäfts in den kommenden drei Monaten bis zu drei Millionen Spielkonsolen verkaufen. Bis Mitte 2006 sollen es bis zu 5,5 Millionen werden. Die Ursprungsversion der XBox, die 2001 auf den Markt kam, erreichte einen Weltmarktanteil von 18 Prozent. Mit 67 Prozent setzte sich klar die Playstation durch, Nintendo lag mit 15 Prozent dicht hinter der XBox. Schätzungen zufolge könnte Microsoft seinen Marktanteil nun auf 40 Prozent steigern. Das Unternehmen wollte das nicht bestätigen.