Mittwoch, 23.11.2005 16:55

"Killerspiele": Reaktionen auf Verbotspläne

aus dem Bereich Computer
Nach dem Koalitionsvertrag will die neue Regierung Merkel die geltenden Jugendschutz-Regelungen überprüfen und sogenannte "Killerspiele" auch verbieten (wir berichteten). Jetzt haben die Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK) sowie der Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware (BIU) Stellung zu den Vorhaben der Regierung bezogen.

Anzeige
Erwachsene sollen helfen

Die USK sieht das mit dem angedrohtem Verbot gar nicht so eng. Aufgabe des Jugendschutzes sei, Kinder und Jugendliche bei der Erkundung neuer Bildungs- und Kommunikationsmöglichkeiten wirksam vor Gefahren zu schützen. Das bringe neue Herausforderungen für die Gesellschaft mit sich, denen sich auch die USK stellen möchte.

In der "deutlichen Positionierung" des Koalitionsvertrages will die USK aber nur eine Aufforderung zur "gesellschaftspolitischen Diskussion" über die Chancen und gefahren neuer Medien sehen. Man werde einen Beitrag leisten, dass jugendgefährdende Spiele in Deutschland keine Chance hätten und Kinder und Jugendliche sicher in die Informationsgesellschaft hineinwüchsen. Im Klartext: Ein Verbot würden wir auch mitmachen.

BIU: Regelungen ausreichend

Der Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware (BIU) wird da ein bisschen deutlicher. Er hält die aktuell geltenden Regelungen des Jugenschutzgesetztes für ausreichend. Sie hätten sich in der Praxis bewährt, insbesondere habe das bestehende Alterkennzeichnungssystem für Spiele "erfolgreichen Jugenschutz praktiziert". So würden neue Konsolen keine Spiele mehr ermöglichen, bei denen die eingestellte Altersfreigabe nicht mit der des Spiels übereinstimmt. Dies sei in Zukunft auch bei PCs vorgesehen.

Zudem hält der Verband die Formulierung eines "Verbotes von Killerspielen" im Koalitionsvertrag für unglücklich. Diese Formulierung mache nicht deutlich, ob hiermit die in der Vergangenheit in die Kritik geratenen "Gotcha"-Spiele gemeint seien oder eben auch Computer- und Videospiele.
Christopher Bach
Kommentieren (Neuen Kommentar verfassen):
Dieser Artikel wurde noch nicht kommentiert.
 Suche

Provider Wechsel
DSL Speed Test gemacht und nun unzufrieden mit der DSL Leistung?
Jetzt Kosten für den DSL Anschluss senken und neuen Telefonanbieter suchen.
Günstige Angebote der wichtigsten Internet Provider auch inklusive DSL Modem in der Übersicht.
DSL Telefon
Der klassische Telefonanschluss ist out. Heute ist vielerorts bereits DSL verfügbar und macht das DSL Telefon möglich.
Eine Telefon Flatrate senkt die Kosten zudem erheblich.
Das DSL Angebot ist allerdings groß. Deshalb vorher Provider vergleichen.
DSL Alternativen
Kein DSL verfügbar oder ist der DSL Test lahm wie eine Schnecke?
Dann schnell mobiles Internet per UMTS bestellen.
Mit einer Downloadrate in DSL Geschwindigkeit wird UMTS zur DSL Alternative und Fernsehen im Internet wird ebenfalls mobil möglich.
Aber auch Internet über Kabel ist schnell und günstig.
© 1999-2012 onlinekosten.de GmbH :: Datenschutz :: Impressum :: Presse :: Jobs