Durch eine Fehlkonfiguration des Google Webservers war bereits Ende Oktober ein erster, kurzer Blick auf "
Google Base" möglich (wir
berichteten). Nun ist der neue Dienst offiziell zugänglich und wird -wie bei Google üblich- noch als "Beta" deklariert. Der Dienst soll die Veröffentlichung "aller Arten von Online- und Offline-Inhalten" ermöglichen, die dann von Google gehostet und durchsucht werden können.
Alles anbieten
Googles neuer Service ist kostenlos. Jeder kann einfach über ein Online-Interface zum Beispiel sein Auto zum Verkauf anbieten oder Kochrezepte einstellen. Generell sollen alle Informationen, die man mit anderen Teilen will, einen Platz bei Google Base finden. Fotos können ebenfalls hochgeladen werden. Damit die eingestellten Informationen besser gefunden werden, können sie durch Attribute und Labels gekennzeichnet werden. Zum Einstieg wir lediglich ein Google Account benötigt.
Derweil wird spekuliert, welche Absichten Google mit dem neuen Service verfolgt. Bislang wird bei Google Base keine Werbung eingeblendet, mit der sich die Suchmaschine normalerweise finanziert. Wie ZDNet berichtet, gäbe es nach Angaben eines Google-Sprechers derzeit auch keine Pläne für eine Einbindung von Werbung in Google Base.
Universal-Marktplatz
US-Medien sehen in Google Base eine drohende Konkurrenz für eBay oder Online-Kleinanzeigenmärkte wie Craigslist. Durch seinen universellen Charakter könnte der Dienst auch zu einer Art Marktplatz für Alles werden. Bislang sind neben privaten Anzeigen zum Beispiel auch Angebote von Immobilien-Firmen vertreten, die direkt auf deren Internetseiten verlinken und nicht bei Google Base gehostet sind.
Christopher Bach