Der Mobilfunker o2 kann sich in Deutschland weiter über einen regen Kundenzustrom freuen. Wie der Konzern anlässlich der heute veröffentlichten Quartalszahlen mitteilte, konnten zwischen Juli und September dieses Jahres 558.000 neue Kunden gewonnen werden. Die Gesamtkundenzahl konnte o2 hierzulande damit auf 8,95 Millionen Ende September steigern. Wie berichtet, stehen inzwischen sogar über neun Millionen Kunden unter Vertrag.
Viele Neukunden
Mit den 558.000 neuen Kunden ist o2 erneut deutlich näher an Wettbewerber E-Plus herangerückt. E-Plus hatte im dritten Quartal nur 327.000 Neukunden im eigenen Netz begrüßen dürfen. T-Mobile brachte es auf 530.000 neue Kunden und lag damit ebenfalls hinter o2. Vodafone wird in den nächsten Tagen mit der Bekanntgabe der Quartalszahlen folgen. Getrennt zwischen Postpaid- und Prepaid-Kunden, kommt o2 auf 4,69 Millionen Vertragskunden und 4,25 Millionen Nutzer einer Loop-Karte. Damit ist der Anteil an weniger werthaltigen Prepaid-Kunden in den letzten Monaten deutlich stärker gewachsen.
ARPU geht zurück
Ebenfalls wenig erfreulich entwickelt sich der jährliche Durchschnittsumsatz der Kunden. Im Jahresvergleich ging der ARPU bei Vertragskunden um drei Prozent von 540 Euro auf 523 Euro zurück. Das entspricht aktuell einem durchschnittlichen Monatsumsatz von etwa 43,58 Euro. Bei Prepaidkunden blieb der Jahresumsatz stabil bei 138 Euro, was etwa 11,50 Euro im Monat entspricht.
Viele, viele SMS
Abermals gesteigert wurde der Umsatzanteil durch Datenverbindungen. Inzwischen machen mobile Datenverbindungen 22 Prozent des Umsatzes von o2 aus. Ende des dritten Quartals 2004 waren es noch 20,4 Prozent. Beachtlich ist auch einmal mehr die Zahl der verschickten SMS, die von den o2-Nutzern im dritten Quartal verschickt wurden: 712 Millionen.
Marktanteil steigt weiter
Der Umsatz betrug im dritten Quartal 1,58 Milliarden Euro, was einer Steigerung um 21 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal entspricht. Das operative Ergebnis (EBITDA) stieg von 244 Millionen Euro auf 362 Millionen Euro. Der Marktanteil lag Ende des dritten Quartals bei 11,8 Prozent. Vor einem Jahr hatte er noch bei 9,6 Prozent gelegen.