Nvidia hat sich ATIs Erfolg mit dem Remake der X800-Serie zu Herzen genommen: Die neue GeForce 6800 GS aus der GeForce 6 Reihe soll Nvidias Mittelklassesegment stärken, für die noch keine Karten mit
GeForce7-Chip erhältlich sind.
Fast eine GT
Auch die 6800 GS kann per SLI mit einer zweiten Karte gekoppelt werden, um die Performance zu steigern. Die Karte wird mit 256 Megabyte DDR3-Speicher ausgeliefert, der per 256-Bit-Speicherbus angebunden ist. Der Chip besitzt 12 Pixelpipelines und fünf Vertex-Shader. Die Taktraten für Chip- und Speicher betragen 425 respektive 500 Megahertz. Somit positioniert Nvidia den Chip zwischen der GeForce 6800 mit (12 Pixelpipelines, 325/350 MHz) und der GeForce 6800 GT (16 Pixelpipelines, 350/500 MHz). Aufgrund des höheren Chiptaktes dürfte die GS in manchen Anwendungen sogar schneller als die GT laufen.
Kein Tiefpreis
Der Einführungspreis von 249 Euro ist etwas hoch angesetzt und dürfte wohl zu keinem Preissturz bei anderen GeForce6-Modellen führen. Die mindestens gleichschnelle GeForce 6800 GT kostet momentan nur rund 20 Euro mehr. ATI hat mit dem Ausverkauf der X800er-Karten deutlich günstigere Angebote in dieser Preisklasse: So etwa die X800 GTO² (250 Euro), die sich per Biosupdate auf eine ATI X800 P.E. auffrischen lässt. Vielleicht auch deshalb bewirbt Nvidia die GeForce 6800 GS eher gegen ATIs neue Mittelklasse-Karte Radeon X1600, die ebenfalls 250 Euro kosten soll, aber noch nicht erhältlich ist.
Klaus Wiesen