<i>In eigener Sache</i>
Bei Mario "
Dialer-King" Dolzer scheinen die Geschäfte nicht mehr so brillant zu laufen. Der Münchner, im Laufe der letzten Jahre mit seinen Dialern zu
trauriger Berühmtheit und etwas Geld gekommen, sucht offenbar nach neuen Einnahmequellen. Die meint er im Internet zu finden. Genauer in der Berichterstattung über Mario Dolzer und seine Machenschaften. Im Visier des Dialer-Königs: onlinekosten.de.
Kein Parasit?
Herr Dolzer stößt sich plötzlich daran, dass wir ihn - diskret abgekürzt als "Mario D." - in einer Meldung unter der Gattungsbezeichnung "
Dialer-Parasit" erwähnt haben. Also lässt er seinen Rechtsanwalt von der Leine und schickt uns am 27. Juli eine Abmahnung ins Haus. Dolzer verlangt in dem von Bernhard "
FTP Welt" Syndikus gezeichneten Schriftstück nicht nur Unterlassung und Strafe im Wiederholungsfall, sondern auch Schmerzensgeld für die erlittene Schmähung.
Dabei scheint Dolzer wirklich eine lange Leitung zu haben: Immerhin ist der böse Artikel schon
seit Juli 2003 im Netz, der Schmerz aber soll erst jetzt eingetreten sein.
Kopfschütteln
Syndikus setzt eine Frist von zwei Tagen, am Freitag, dem 29. Juli sollen wir eine Unterlassungserklärung und die Kostenübernahme abgeben sowie die Zahlung des Schmerzensgelds akzeptieren. Unser Anwalt schüttelt nur mit dem Kopf und erwidert das Schreiben am darauffolgenden Montag. Doch bereits am Freitag hatte Syndikus seinen Antrag auf Erlass einer einstweiligen Verfügung beim Landgericht Frankfurt eingereicht. Das Gericht hat Dolzers Anwalt daraufhin offenbar zu verstehen gegeben, dass es dem Antrag nicht stattgeben werde.