Endlich: Das neue Notebook ist da und läuft auch ohne Steckdose über fünf Stunden. Alles perfekt also? Bei weitem nicht: Je nachdem, wie der Nutzer seinen Akku pflegt, fehlt dem Stromspender schon nach wenigen Monaten die Energie, um das Notebook über mehrere Stunden am Leben zu erhalten. Da nützt es auch nichts, wenn der neueste und sparsamste Mobilprozessor unter der Haube steckt. onlinekosten.de hat sich den schwächelnden Notebook-Akkus angenommen, und nach Auswegen vor frühem Kapazitätsverlust gesucht.
Sensibler Energiespeicher
In neueren Notebooks steckt meist ein Lithium-Ionen-Akku (LiIon). Die kleinen Stromdepots sind High-Tech-Pakete mit dem besten Verhältnis der gespeicherten Energiemenge zum Gewicht. Gegenüber der billigeren Nickel-Cadmium- (NiCd) oder Nickel-Metallhydrid-Bauweise (NiMH) bieten LiIon-Akkus einen entscheidenden Vorteil: Sie können in jedem beliebigen Ladezustand geladen werden, ohne die "Memory Effekt" genannte Verschleißerscheinung. Denn NiCd- und NiMH-Akkus müssen möglichst vollständig geladen werden. Sonst "merkt" sich der Akku nach einiger Zeit die kurzen Ladezyklen und kann schon bald nicht mehr vollständig gefüllt werden.

Ein Problem haben aber auch LiIon-Akkus: Die Energiespender werden langsam aber stetig immer schwächer - auch wenn sie nicht genutzt werden. Die Lebensdauer beträgt maximal fünf Jahren, danach dürfte selbst der optimal gepflegte LiIon-Akku schwach werden. Der Vorgang wird durch häufiges Laden und Entladen des Akkus erheblich beschleunigt. Die Lebenszeit hängt also auch mit der Anzahl der Ladezyklen zusammen: Je öfter der Akku ge- und entladen wird, desto schneller verliert er seine Kapazität.
Begrenzte Lebenszeit
Notebookhersteller wie Dell geben für die verbauten Li-Ion-Akkus eine Lebensdauer von 300 bis 500 Ladezyklen an. Wer sein Notebook nicht täglich im Akkubetrieb laufen lässt, sollte mit seinem Akku demnach mehrere Jahre auskommen. Viele Akkus fangen jedoch schon nach einigen Monaten an zu schwächeln. Es scheint paradox: Meist sind es die Akkus von Notebookbesitzern, die häufig im Netzbetrieb arbeiten, den Akku also gar nicht nutzen.