Gegenwärtig finden viele Surfer auf ihrer monatlichen Telefonrechnung einen Betrag von 4,50 Euro netto, der für einen Internetzugang von avanio geltend gemacht wird. onlinekosten.de
berichtete bereits über das dubiose Geschäftsgebaren von avanio, nun schalten sich auch die Verbraucherschützer ein.
Smartsurfer ausgetrickst?
Die meisten Betroffenen sind sich sicher, kein Angebot mit monatlicher Grundgebühr angenommen zu haben. Als Gelegenheitsnutzer gehen sie zumeist über den Smartsurfer von web.de, einen so genannten Least-Cost-Router, ins Internet: Bei der Einwahl sucht das Programm aus einer Vielzahl Internet-by-Call-Angebote ohne monatliche Grundgebühr und ohne Vertragsbindung das aktuell günstigste aus und stellt die Verbindung automatisch her.
Grundgebühr mit einer Einwahl
Unter den preisgünstigen Anbietern war auch der Tarif vanio.flexi der Dresdner Firma avanio GmbH & Co. KG mit 0,55 Cent/Minute. Doch im Monat August änderte die Firma diesen Tarif und stellte ihn auf eine monatliche Grundgebühr von 5,22 Euro um, laut der Verbraucherzentrale Sachsen offensichtlich ohne web.de rechtzeitig darüber zu informieren. So tappten zahlreiche Nutzer des Smartsurfers in die Falle. Denn mit der ersten Einwahl wurde man als Community-Mitglied registriert.
web.de beteuert hingegen, die Tarife rechtzeitig zum 1. August aus dem Smartsurfer entfernt zu haben. Was der Betreiber des Smartsurfers allerdings nicht wissen konnte: Laut avanio seien bereits Ende Juni die Allgemeinen Geschäftsbedigungen für den avanio-Internetzugang geändert und schon im April seien die Kunden auf der Webseite angeblich über die sogenannte Clubmitgliedschaft informiert worden.