Voice over IP, das Telefonieren über die Internetleitung, ist nicht nur dank "Geiz ist Geil"-Mentalität beliebt. Doch in erster Linie das große Sparpotenzial lässt viele Centfüchse lieber heute als morgen auf die neue Technik umsteigen. Noch gibt es aber einige Hindernisse auf dem Weg zum richtigen Sparen.
Nicht ohne Telefon?
Neben potenziellen
Sicherheitsrisiken, die vor dem Start bedacht werden sollten, ist besonders die Wahl eines geeigneten Internetzugangs wichtig. Bei der aktuellen Angebotsvielfalt wird allerdings eines klar: wer heute VoIP nutzen will, würde allzu gern auf eine Telefonleitung verzichten, doch das sehen die meisten Internetanschlüsse bisher nicht vor.
Lange soll es ja nicht mehr dauern, bis der Wunschtraum vieler Breitband-Anbieter und –Nutzer endlich Wirklichkeit wird: zuletzt Anfang September nannte die Bundesnetzagentur die
Entbündelung als mittelfristiges Regulierungsziel, um anderen Anbietern und neuen Technologien wie VoIP eine Chance zu geben.
TV-Kabel wird multifunktional
Aber schon heute ist es in vielen Gebieten möglich, sich von den Paketangeboten aus Telefon und DSL der T-Com und ihrer Reseller ganz zu verabschieden. Neben bisher noch exotisch wirkenden Methoden wie beispielsweise
WiMAX oder
DSL per Funk, liegt ein vielversprechender Anschluss an die Telekommunikation der Zukunft bereits in etwa 70 Prozent der bundesdeutschen Haushalte: das Kabelfernsehen.
Nach einer aktuellen Marktübersicht "Breitbandkabel Deutschland 2005" der Solon Management Consulting ist eine Trendwende am TV-Kabelmarkt festzustellen. Zwar mussten die Betreiber in der Vergangenheit auf großes Umsatzwachstum verzichten, doch der aktuelle Trend zum Ausbau der Netze für
Triple Play wendet nach Meinung der Beratungsfirma das Blatt. Kürzlich gab der
Deutsche Kabelverband bekannt, seine Mitglieder seien mit dem Ausbau so gut vorangekommen, dass sie bereits heute eine Million Haushalte über dem Plan liegen – insgesamt können bereits 5,8 Millionen Haushalte die neuen Angebote in Anspruch nehmen.