Samstag, 22.10.2005 10:01

HP: kein Kopierschutz für Blu-Ray?

aus dem Bereich Sonstiges
Der Computerhersteller und Blu-Ray-Disc-Förderer Hewlett Packard fordert ab sofort eine Änderung des Blu-Ray-Standards. Die aktuellen Discs sind mit einem Kopierschutz ausgestattet, der ähnlich, wie bei neuen Musikdateien, das Digital Rights Management (DRM) umfasst. Dieser Schutz macht sich dabei sowohl auf Software- als auch Hardwareebene bemerkbar. Laufwerkhersteller haben es somit schwer, die Scheiben auf heimischen Computern zum Laufen zu bringen. Hewlett Packard fürchtet nun um die Wahrung der Verbraucher-Interessen und damit natürlich auch potenzieller Kunden und fordert eine Lockerung des Kopierschutzes.

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Zuvor hatten schon Softwaregigant Microsoft und Chiphersteller Intel sich gegen den Kopierschutz aufgelehnt. Microsoft-Chef Bill Gates sagte gegenüber dem Daily Princetonian, dass der Kopierschutz des DVD-Nachfolgers den Interessen des Anwenders zu stark widerspreche. Intel hatte sich aus ähnlichen Gründen zur Unterstützung des Konkurrenzformats HD DVD entschieden. Beide Konzerne deuteten jedoch an, das Blu-Ray-Format ebenfalls zu unterstützen, wenn eine lokale Kopie der Diskinhalte ermöglicht würde.

Gerade Film- und Musikstudios haben natürlich ein großes Interesse an dem Kopierschutz der Blu-Ray-Disc. Zur Zeit haben sich die Studios von Disney, Fox und Sony für die Unterstützung des neuen Formats ausgesprochen. Die drei Firmen halten in den USA einen Marktanteil von 45 Prozent. Sony plant dabei, die Blu-Ray-Technik in die neue Playstation 3 zu integrieren. Dies dürfte nicht unbedeutend sein für den Konkurrenzkampf mit der HD DVD, der sich derzeit die Film Studios Paramount, Universal und Warner zugeschrieben haben.
Philip Meyer-Bothling
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