Der mobile Hochgeschwindigkeitszugang verfügt über genug Transfervolumen, um eine gute Sprachqualität für VoIP bieten zu können. Nachteil sind allerdings wieder die Mobilfunktarife. UMTS-Datenverbindungen sind immer noch recht teuer, auch wenn sich hier schon Flatrate-Angebote aufgetan haben.
UMTS kriegt Konkurrenz
Bisher ist aber
E-Plus der einzige Provider, der eine UMTS-Flatrate ohne Zeit- oder Datenbeschränkung anbietet. Hinzu kommt, dass sich die Mobilfunker gern gegen den VoIP-Hype schützen würden. So bietet E-Plus lediglich Skype als erreichbaren Dienst an,
Vodafone kündigte bereits die komplette Sperrung der VoIP-Services an. Bevor UMTS so richtig eingeführt ist, bekommt die mobile Datenübertragung auch schon Konkurrenz.
WLAN-Netze sprießen allerorts und machen den Internetzugriff hosentaschenreif. Auf den Zug will nicht nur
Nokia mit der neuen E-Serie aufspringen. Auch bei Handyhersteller
Sony Ericsson hält das drahtlose Internet Einzug und wird zukünftig beispielsweise im neuen P990i vorhanden sein.
LG Electronics geht mit seinem CL400 einen ähnlichen Weg und integriert GSM und WLAN in einem Gerät. Die südkoreanische
Enustech bietet zudem einen Bluetooth Dongle an. In den USB-Port eines Computers mit Internetzugang gesteckt, kann das zugehörige
Softphone mit einem Handy bis zu einer Distanz von 50 Metern interagieren und VoIP-Telefonate vermitteln.
Technik mit Grenzen
Bis aber Mobilfunk und WLAN reibungslos miteinander funktionieren, dauert es noch etwas. Bislang gibt es immer noch technische Probleme, sowohl bei der Übergabe von Gesprächen aus dem Mobilfunk ins WLAN-Netz, als auch beim unterbrechungsfreien Wechsel einzelner WLAN-Zellen. An entsprechenden Lösungen wird aber schon mit Hochdruck gearbeitet, auch das mobile Internet bei hohen Geschwindigkeiten im Zug oder Auto erreichbar zu machen. Es ist also nur noch eine Frage der Zeit, bis unsere Handys zu Multifunkern in allen Netzen werden.