Dass bei der
Deutschen Telekom oftmals eine Hand nicht weiß, was die andere tut, kommt vor. Viele Verbraucher können davon ein Liedchen singen. Richtig problematisch wird es aber erst dann, wenn dem Kunden die Ansprechpartner ausgehen, weil es beim Service hapert. Der Vorstand des Kommunikationsriesen nimmt sich die Negativstimmen aus dem Volk nun zu Herzen und will den Dienst am Kunden verbessern.
Branchenführer bis 2007?
Gegenüber der Welt am Sonntag (WamS) sagte T-Com-Vorstandsmitglied Roland Folz, dass sich die Art und Weise, mit der die Mitarbeiter des rosa Riesen dem Kunden gegenübertreten "grundlegend ändern" müsse, um das anvisierte Ziel für 2007 zu erreichen. Die DTAG plant bis dahin "das führende Dienstleistungsunternehmen der Telekommunikations- und Informationstechnologie-Branche" zu werden.
Sechs Tage bis zum DSL-Anschluss
Im Zuge eines Pilotprojektes machen die Bonner nun einen Schritt nach vorne. Die Bereitstellung von T-DSL-Anschlüssen soll sich ab Frühjahr 2006 bundesweit verschnellern - maximal sechs Tage und die Leitung ist aktiv. Bis zum Jahreswechsel dient Deutschlands Südwesten als Testgebiet. Außerdem erhalten Kunden die Möglichkeit, ein Vier-Stunden-Fenster anzugeben, wenn sie einen Techniker rufen. Dieser meldet sich eine halbe Stunde vor Eintreffen und schafft so mehr Flexibilität.
E-Mails sollen innerhalb von 24 Stunden, Briefpost spätestens nach zwei Arbeitstagen beantwortet sein. Nach Angaben der WamS gehen wöchentlich 75.000 Beschwerden ein, davon 60.000 per Telefon.
Michael Müller