Sonntag, 09.10.2005 14:01

X1000 – ATI bläst mit neuem Chip zum Gegenangriff

aus dem Bereich Computer
Am 5. Oktober war es endlich so weit. Der Countdown auf der Internetseite des US-amerikanischen Grafikchip-Herstellers ATI erreichte die Doppelnull im Sekundenfeld. Mit dem Erreichen des Nullcounts feierte der Nvidia-Rivale den offiziellen Release seines neuen R520 Chips, der in der X1x00-Serie verbaut wird.

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ATI vs. Nvidia – ein ewiger Kampf

Viele Gamer zitterten diesem Tag mindestens genau so erwartungsvoll entgegen, wie der Chipfabrikant selbst. Nach dem gelungenen Auftakt der GeForce7-Serie des großen Konkurrenten Nvidia im Juni geriet ATI ziemlich unter Zugzwang. Der Konkurrenzchip kam fast zeitgleich mit dem Release auf den Markt und bescherte Nvidia und den Grafikkartenherstellern ein gutes Auftaktgeschäft. ATI zieht nun endlich nach und tut es dem Rivalen gleich. Die X1800 XL ist ab sofort im Handel für ca. 450 Euro erhältlich. Weitere Versionen des Chips, wie das Flaggschiff X1800 XT, werden vorraussichtlich Ende Oktober bzw. im November verfügbar sein.

Daten, Fakten und ein Haufen Technik...

Der neue R520-Chip ist mit 90 Nanometer-Technik gefertigt. Mit 16 Rendering-Pipelines bleibt die neue Serie Nvidias G70 mit 24 Pipes gegenüber auf der Strecke. ATI setzt auf hohen Chiptakt: Die X1800 XL wird mit 550 MHz Chip- und 1250 MHz Speichertakt ausgeliefert. Das Topmodell X1800 XT soll mit 600 MHz Chip- sowie 1500 MHz Speichertakt in den Regalen stehen. Nvidias Primus 7800 GTX arbeitet im Vergleich dazu nur mit 430MHz für Chip und 1200 MHz für Speicher. Der neue Grafikkern unterstützt nun auch endlich das Shader Model 3.0. Die neue AVIVO-Technik soll die Bildqualität bei Videos und Fotos erheblich verbessern und auch die Darstellung von HD-Programmen ermöglichen. Alle High-End-Modelle werden natürlich auch mit der Crossfire-Technik ausgestattet sein. Crossfire ermöglicht, genau wie SLI bei Nvidia, die Parallelnutzung zweier Grafikadapter in einem PC.

Was einige User vielleicht enttäuscht: die neuen Karten werden nicht mehr in der AGP-Version auf den Markt kommen.
Philip Meyer-Bothling
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