Pünktlich zum Weihnachtsgeschäft soll sie am
2. Dezember endlich in den Verkaufsregalen stehen, die Xbox 360. Microsoft stellte die Konsole jetzt noch einmal in London vor und gab konkrete Details bekannt. Fazit: Sicherheit hat Priorität.
Eingeschränkte Nutzung
So wird die
400-Euro-Version der Konsole zwar mit einer 20-Gigabyte-Festplatte und USB-Ports ausgestattet sein, man wird jedoch keine Daten von externen Geräten auf die Festplatte speichern können. Vielmehr sollen die USB-Ports dazu dienen, Musik oder Fotos von Digitalkameras oder Mp3-Playern direkt über die Konsole wieder zu geben. Die Datenübertragung von einem PC mit Windows XP auf die Xbox wird nur für Fotos und Musik genutzt werden können. Damit soll verhindert werden, dass man sich herunter geladene Videos auf die Konsole aufspielen kann. Die Festplatte soll hauptsächlich für Speicherstände und als Zwischenspeicher für Spiele genutzt werden.
Könnte mehr können
Auch bei der Wiedergabe über das DVD-Laufwerk gibt es Einschränkungen. Unterstützt werden wohl nur die Formate MPEG-1 und MPEG-2 mit DRM-Schutz. AVI-Dateien, und somit auch DivX-Filme, werden nicht abgespielt.
Firmware-Updates werden während einer Online-Verbindung oder beim Einlegen eines neuen Spiels automatisch auf die Konsole aufgespielt. Der Nutzer soll darauf keinen Einfluss haben und automatisch die neuesten Updates erhalten. Dies soll verhindern, dass Hacker Sicherheitslöcher in älteren Firmwares nutzen können.
Fraglich
Letztendlich kommt auf die Käufer zwar ein ordentliches Power-Paket zu, eine wirklich multimediale Nutzung wird jedoch aufgrund der vielen Sicherheits-Einschränkungen schwierig. Damit könnte Microsoft Gefahr laufen, sich die selbst gesetzten Ziele in punkto Zielgruppe für die 360 kaputt zu machen. Denn die neue Konsole sollte nicht nur ein reines Spielgerät werden, sondern auch Abseits davon mehr Entertainment in die Wohnzimmer bringen.
Filip Vojtech