Donnerstag, 29.09.2005 09:22

Google: Die "Borg" von nebenan

aus dem Bereich Sonstiges
Die weltweit meistgenutzte Suchmaschine, Google, setzt weiter auf Expansion. Dabei stehen nicht nur neue Dienste wie Google Earth oder ein eigener VoIP-Dienst im Fokus des Interesses, jetzt hat sich das milliardenschwere US-Unternehmen auch ein Forschungszentrum der US-Raumfahrtbehörde NASA gesichert. Die Kooperation werde unter anderem die Bereiche Nanotechnologie, große dezentralisierte Computersysteme und die Verwaltung großer Datenmengen umfassen, berichtet das "Handelsblatt".

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Projekt nach Projekt

Sieben Jahre ist Google nun im weltweiten Datennetz aktiv und wächst seitdem nahezu monatlich weiter. Inzwischen sind 4.100 Personen für das Unternehmen aktiv. Vor zwei Jahren zog Google in die ehemaligen Büroräume von Silicon Graphics. Die Nachbarn in Silicon Valley sprechen unter vorgehaltener Hand nur noch von den "Borg". Der Spitzname stammt aus der Fernsehserie "Star Trek". Dort trägt eine außerirdische Spezies den Namen, die danach trachtet, sich alles intelligente Leben im Weltall einzuverleiben.

Die Stimmung im Herzen der IT-Industrie ist aufgrund des steilen Wachstumskurses von Google angespannt. Die Milliarden, die die Internet-Suchmaschine bei ihrem Börsengang vor einem Jahr eingenommen hat und der nicht enden wollende Erfolg scheinen den Männern und Frauen hinter Google zu Kopf gestiegen zu sein. Arrogant seien sie geworden, heißt es von den Nachbarn.

Google zahlt mehr

Aufsteiger Google bedroht mit seiner Expansion direkt und indirekt die Existenz vieler kleiner Technologieunternehmen im Sillicon Valley. So heuert Google am laufenden Band Entwickler an, um seine zahlreichen Projekte voranzutreiben – und zahlt dabei Spitzengehälter, die bis zu 50 Prozent über dem vormals üblichen Niveau liegen, schreibt das Handelsblatt weiter. Bis zu 150.000 Dollar im Jahr kann ein Programmierer mittlerweile verdienen. Soviel können die Neulinge der Branche nicht bieten - zumal ihnen die Risikokapitalgeber immer öfter den Geldhahn zudrehen. Auch daran trage Google Mitschuld. Denn in Vorgesprächen kommt unweigerlich die Frage des Geldgebers: "Wenn die Geschäftsidee so gewinnversprechend ist, warum macht Google nicht sowas?"
Hayo Lücke
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