Im Kampf gegen Raubkopien hat die US-Filmindustrie einen Sieg vor Gericht errungen: Erstmals wurde in den USA ein Kinobesucher schuldig gesprochen, der per Videokamera einen Film aufgezeichnet und ins Internet gestellt hatte.
Saftige Strafe
Dem Mann droht wegen Verletzung des Urheberrechtes eine Geldstrafe von bis zu 250.000 Dollar sowie eine mehrjährige Haftstrafe, wie der Branchenverband Motion Picture Association of America (MPAA) mitteilte.
Ein neues Gesetz verbietet den Einsatz von Aufnahmegeräten in den Kinosälen und die Verbreitung von Raubkopien im Internet. Laut MPAA entstanden der Filmbranche im vergangenen Jahr durch Raubkopien Schäden in Höhe von 3,5 Milliarden Dollar (2,9 Milliarden Euro).
Auch in Deutschland prüft die Filmindustrie den Einsatz von
Nachtsichtgeräten, um Raubkopierer ausfindig zu machen.
Hayo Lücke
/ afp