Während T-Mobile und Vodafone unangefochten den deutschen Mobilfunkmarkt anführen, hat sich der jüngste deutsche Mobilfunker und DSL-Anbieter
o2 in den letzten Monaten immer näher an den Marktdritten herangepirscht.
Ende des zweiten Quartals trennten E-Plus und o2 nur noch etwa 1,4 Millionen Kunden. Ende des zweiten Quartals 2004 waren es noch 2,4 Millionen. Mit innovativen Produkten wie etwa der Mobilfunk/Festnetz-Kombination Genion oder dem UMTS-Internettarif
surf@home schaffte es o2 insbesondere bei Jugendlichen, Marktanteile zu gewinnen.
Genion-Flat kommt an
In einem Gespräch mit dem Handelsblatt lies o2-Chef Rudolf Gröger nun durchblicken, dass auch die neue
Genion-Flatrate überraschend gut angenommen werde. Bisher gewinnen wir dafür 20.000 neue Kunden pro Woche – das liegt weit über unseren Erwartungen", so Gröger. Mit der Flatrate können o2-Kunden für knapp 10 Euro innerhalb ihrer Homezone unbegrenzt in das Netz von o2 sowie in das deutsche Festnetz telefonieren. Genion selbst wird von o2 als Kernprodukt bezeichnet.
Eine Absage erteilte Rudolf Gröger Spekulationen, dass o2 sich als Billigheimer am Markt positionieren werde. Anders als Konkurrent E-Plus, der im Sommer die Billigmarke
simyo gründete, will Gröger Kunden mit Inhalten wie Bundesliga-Übertragung live auf das Handy oder Angeboten für Musik-Fans locken. "Wir werden unsere Kunden stark nach ihren Bedürfnissen segmentieren."
Weitere Kooperationen sollen kommen
Wie von onlinekosten.de bereits
berichtet, plant der Mobilfunker und
DSL-Anbieter zudem, weitere Kooperationspartner zu gewinnen. Gröger kann sich zwei bis drei weitere Partner nach dem
Tchibo-Vorbild vorstellen. Diese müssten aber ein eigenes Filialnetz besitzen und andere Kunden abdecken als o2 und Tchibo.