In Österreich zu wohnen, kann durchaus seine Vorteile haben. Nicht nur, dass teilweise für günstige Cent-Beträge mit dem Handy telefoniert werden kann: auch in Sachen
WiMAX steht unserem Nachbarland eine schicke Neuerung ins Haus. Die so genannte
WiMAX Telecom nimmt noch in diesem Monat das erste drahtlose Breitband-Netz im Burgenland in Betrieb.
Das Netz wird auf Basis des aktuellen Funkstandards IEEE 802.15-2004 sowie dem weltweit neuesten WiMAX-Chip von Intel aufgebaut. Damit soll ein störungsfreier Datentransfer von bis zu 20 Mbit/s auf Distanzen von bis zu 25 Kilometern möglich sein, heißt es seitens WiMAX Telecom. Auch in dicht bebauten Gebieten ohne direkte Sichtverbindung zum Sender sind in einem Senderadius von etwa zwei Kilometern noch schnelle Internetverbindungen möglich.
WiMAX comes home
Dank neuer "indoor"-Empfangsgeräte sollen WiMAX-Signale ab Anfang 2006 auch innerhalb von Häusern empfangbar sein. In Deutschland wäre der WLAN-Nachfolger damit eine äußerst interessante Alternative für all diejenigen, die zum Beispiel nicht auf DSL zugreifen können.
Bleibt natürlich noch die interessanteste Frage: was kostet der Spaß? WiMAX Telecom bietet während der Startphase einen Flatrate-Zugang nach dem Fair-Use-Prinzip an, der monatlich 29,90 Euro kostet. Dafür gibt es 768 kBit/s im Down- und 256 kBit/s im Upstream. Für die Einrichtung sind einmalig 50 Euro zu zahlen, für die Hardware wird eine Kaution von 150 Euro fällig.
Auch in Deutschland ist WiMAX auf dem Vormarsch. In einem Pilotprojekt wurde kürzlich in ganz Heidelberg ein WiMAX-Netz
gestartet. Weitere Städte sollen folgen.