Microsoft vermeldet einen Schlag gegen Office-Raubkopierer: Bei einer Durchsuchung in den frühen Morgenstunden am vergangenen Freitag in Köln hat die Polizei 190 gefälschte Office 2003 Produkte und eine nicht näher bestimmte Summe Bargeld beschlagnahmt. Ein 24-jähriger Deutscher und seine 20 Jahre alte Freundin wurden vorläufig festgenommen und nach der Vernehmung wieder entlassen.
Schnell gehandelt
Nur einen Tag, nachdem Microsoft bei der Polizei in Köln Strafanzeige gestellt hatte, konnten umfangreiche Mengen gefälschter Microsoft Office 2003 Versionen sichergestellt werden. Aufmerksam wurde Microsoft durch eigene Recherche verdächtiger Auktionsangebote auf dem
eBay-Portal. Ein daraufhin erfolgter Testkauf führte zur Erlangung der illegalen Produkte. Gleichzeitig fanden acht weitere Durchsuchungen in Köln, Aachen und Hilden statt, die mit diesem Fall in Verbindung stehen.
"Die Informationen, die wir von Microsoft bekommen haben, waren präzise und sehr gut vorbereitet", so ein Fachermittler des Kriminalkommissariats 33 in Köln. "Dadurch konnten wir gezielt und sehr schnell unsere Ermittlungen einleiten und zum Erfolg führen."
Hohe Strafen drohen
Urheberrechtsverletzungen in diesem Stil sind längst keine Kavaliersdelikte mehr, so die Linie der Staatsanwaltschaft in Köln. Täter müssen sich bei einer Verurteilung auf hohe Strafen gefasst machen. Auf der anderen Seite sollten sich Verbraucher vermeintliche Software-Schnäppchen im Internet ganz genau anschauen.