Windows Vista wird kommen und soll XP ablösen. Doch mit Microsofts neuem Betriebssystem steigen auch die Anforderungen an die Hardware, die sich im PC befinden muss. Jetzt hat ein Stratege von Microsoft Australien, Nigel Page, dem australischen Computer-Magazin APC Details über die Hardwareanforderungen von Windows Vista verraten.
3D-fähig
Im Gegensatz zu XP wird Vista die 3D-Fähigkeiten moderner Grafikkarten ausnutzen können. Das sogenannte "Longhorn Display Driver Model" (LDDM) soll die bisher genutzen Bitmap-Grafiken, die auf einzelnen Bildpunkten basieren, ablösen und stattdessen Vektor-Grafiken, wie Linien und Formen, zeichnen. Da mehr Rechenarbeit an den Prozessor der Grafikkarte ausgelagert werde, seien Vista gegenüber XP erheblich schneller.
Wie groß genau der Speicher der Grafikkarte sein soll, gibt Page nicht an. 128 Megabyte seien ok, 256 Megabyte besser. Page rechnet aber damit, dass es Grafikkarten mit noch mehr Speicher geben wird, sobald Windows Vista veröffentlicht wird. Doch selbst Hollywood hat Interesse an schnelleren Rechnern. Da Filme bald in hochauflösender Qualität zu sehen sein werden, will sich die Filmindustrie besser gegen Raubkopien schützten - durch Verschlüsselung.
Filme verschlüsselt
Laut Page müssen in Longhorn mehrere Bedingungen erfüllt sein, um geschütze Filme in bester Qualität sehen zu können. So dürfen nur digitale Treiber zum Einsatz kommen, die Kommunikation zwischen Grafikkarte und digitalem Monitor wird verschlüsselt und darf nicht "abgehört" werden. Werden beispielsweise analoge Treiber mit einem analogen Monitor verwendet, wird automatisch die Qualität der Wiedergabe auf eine niedrigere Auflösung verringert.
Ein weiterer Geschwindigkeitszuwachs von Windows Vista soll durch Dual-Core-Prozessoren erreicht werden. Dafür müssten noch nicht mal die verwendeten Programme umprogrammiert werden, schon allein durch die Verteilung von Hintergrundprozessen auf mehrere Prozessoren sei eine erhebliche Leistungssteigerung möglich, so Page gegenüber dem Magazin. Für Notebooks, die oft nur schwächere Grafikchips beinhalten, soll es ein XP-ähnliches Benutzerinferface geben, das weniger Ansprüche an die Grafikkarte stellt.