Ein bisschen wie die Halbzeit-CeBIT wirkt die diesjährige IFA in Berlin. Die Teilnehmer scheinen sich mit Innovationen und Zukunftsvisionen regelrecht überschlagen zu wollen. Auch
Versatel stellt seine Geschäftsideen vor: die Berliner sehen ihre ganz große Zukunft im Bereich
Triple Play. Statt das Fernsehen zu verdrängen, werde das Internet vielmehr einfach den TV-Job mit übernehmen. Internet, Kommunikation und Entertainment können einfach über eine Leitung zum Kunden kommen. Seit April diesen Jahres bietet Versatel ein solches Triple Play Angebot in den Niederlanden an und das mit Erfolg.
Kundenzahlen wachsen
Der Testballon startete erfolgreich: in den ersten knapp drei Monaten meldeten sich bereits 20.000 Kunden für den neuen Service an. DSL werde sich langfristig gegen die Kabelnetze durchsetzen, meint Andreas Heinze, Vorsitzender der
Versatel-Geschäftsführung. Schuld seien die hohen Anfangsinvestitionen, die im Vergleich beim Kabelnetz entstehen. Der besondere Vorteil für den Privatkunden liegt in der Produktbündelung und den dadurch ermöglichten Kostenersparnissen. Dabei kommt es aber auch wesentlich auf die Benutzerfreundlichkeit und die Inhalte an. Sicher war in dieser Hinsicht das Bundle mit Fußball-Übertragungen wesentlicher Erfolgsfaktor.
Fußball hat’s gebracht
Am 15. April hatte Versatel das Triple-Play Angebot in den Niederlanden auf den Markt gebracht. Inbegriffen waren Fußballübertragungen der ersten Liga Eredivisie. Die rund 20.000 Anmeldungen, die bis Ende Juli eingingen waren zu 62 Prozent von Neukunden. Rund 19.000 hatten das Produkt auf Basis von ADSL2+ bestellt, die übrigen 1.000 mit Satellitentechnik. Bis zum Jahresende plant Versatel rund 100.000 Triple-Play Kunden, am Ende der niederländischen Fußballsaison 2007/2008 sollen es dann 500.000 Kunden sein. In Deutschland hat Versatel kürzlich erst seine
DSL-Tarife gesenkt und eine Voice-Flatrate fürs Festnetz eingeführt.
Aleksandra Leon