Die Möglichkeit, über VoIP kostenlose Telefonate zu führen, ist eines der wesentlichen Verkaufsargumente der neuen Technik. Was aber bisher durch die noch geringe Marktdurchdringung eher ein theoretischer Vorteil ist, gehört bei VoipBuster zur Realität. Der Schweizer VoIP-Anbieter ermöglicht kostenlose Telefonate zu jedem beliebigen Festnetzanschluss in weltweit 21 Ländern. Dazu gehören Deutschland und einige seiner europäischen Nachbarn genauso, wie die USA und Australien.
Haste mal ne Minute?
VoipBuster machte allerdings in der Vergangenheit öfter von sich Reden. So bestanden häufig Störungen bei der Verbindung, Gespräche wurden abgebrochen, zwischenzeitlich war nicht mal mehr eine Registrierung zu dem Service möglich. Um dieses Mal einer möglichen Überlastung vorzusorgen, haben die Schweizer daher ein Limit eingebaut. Nutzer haben die Wahl zwischen einer Trial- und einer Vollversion. Bei der Probiervariante des noch im Betatest befindlichen Angebots werden kostenlose Gespräche nach einer Minute zwangsweise getrennt. Dafür ist aber auch kein Guthaben auf dem Kundenkonto erforderlich. Die Vollversion verlangt ein Plus von einem Euro.
Bisschen teurer als kostenlos
Auch sonst sind die Tarife bei VoipBuster günstig. Verbindungen zum deutschen Mobilfunknetz werden mit 21,50 Cent pro Minute abgerechnet. Auslandsgespräche, über die kostenlos erreichbaren Destinationen hinaus, kosten ab 3,20 Cent pro Minute. Andere populäre Ziele, wie Polen oder Russland, können für 1,10 Cent erreicht werden. Die Tarife werden vom Prepaid-Guthaben des Kunden abgezogen. Um das Angebot nutzen zu können, müssen sich Interessenten online das zur Verfügung gestellte Softphone herunterladen.
Update 14.9.: Guthaben angehoben
Mittlerweile hat VoipBuster wieder an seinen Vertragsbedingungen gebastelt. Kaum war bekannt, dass ein Guthaben von einem Euro zur Pflicht wird, um die Vollversion des Dienstes nutzen zu können, da wird der Betrag auf fünf Euro angehoben. Diese 500 %ige "Quasi-Preissteigerung" blieb durch das Unternehmen bisher unkommentiert. Lediglich die Angaben auf der Website wurden stillschweigend angepasst. Auf die Bitte unserer Redaktion um Begründung, erfolgte bislang keine Antwort.
Aleksandra Leon