Im Zusammenhang mit den Computer-Würmern "Mytob" und "Zotob" gab es in Marokko und der Türkei zwei Festnahmen. Die Viren hatten sich vor einigen Wochen im Internet ausgebreitet und Netzwerke verschiedener Firmen gestört. Wie das FBI mitteilt, wird von den festgenommenen Personen angenommen, dass sie die Würmer programmierten und für die Verteilung verantwortlich waren.
Handschellen- statt Mausklick
Mit Hilfe der marokkanischen und türkischen Behörden, sowie von Microsoft, wurde in Marokko der 18-jährige Farid Essebar festgenommen, der bisher unter dem Synonym "Diabl0" auftrat. In der Türkei klickten die Handschellen beim 21-jährigen Atilla Ekici, alias "Coder". Die Festnahme erfolgte ohne Zwischenfälle, die Strafverfolgung beider Personen erfolgt im jeweiligen Heimatland.
Louis M. Reigel, stellvertretender Direktor der FBI Cyber Division, sieht die erfolgreiche internationale Zusammenarbeit von Cyber-Fahndern, Strafverfolgungsbehörden und Firmen als Ursache für die rasche Festnahme. "Die schnelle Aufklärung dieser Angelegenheit ist auf die wirksame Koordinierung dieser Stellen zurückzuführen und daher ein gutes Beispiel, was man erreichen kann, wenn man zusammen arbeitet", so Reigel.
Rechner auf dem neuesten Stand halten
Der W32.Zotob-Wurm greift Rechner mit Windows 2000 oder XP an und installiert dort bösartige Software. Danach sucht er nach weiteren Computern, um auch diese zu infizieren, wir
berichteten. Zum Schutz vor diesen und ähnlichen Würmern empfiehlt das FBI regelmäßig Sicherheitsupdates zun installieren, eine Firewall zu benutzen und auch die Antiviren-Software auf dem neuesten Stand zu halten.
Christopher Bach