Freitag, 26.08.2005 09:59

VoIP: Skype öffnet seine Plattform

aus den Bereichen Breitband, VoIP
Nach Googles Kampfansage mit dem eigenen Messenger scheint Skype den Fehdehandschuh aufzunehmen. Rein zufällig öffnet der Internettelefonie-Altmeister seine Plattform am Tag der Software-Veröffentlichung durch Google.

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Offen für alles

Damit kann der Instant Messanger in jeden beliebigen Service eingebunden werden. Sowohl Websites und Applikationen, als auch Online-Spiele und –Handel können Skype zukünftig zur Kommunikation nutzen. Skype plant so das größte offene Instant Messaging Netzwerk der Welt. SkypeWeb und die Schnittstelle SkypeNet API ermöglichen den Zugang zur Messaging-Plattform.

SkypeWeb bietet dabei die Möglichkeit, den eigenen Online-Status für das gesamte Internet freizugeben. Dadurch können Freunde sehen, ob der Betreffende verfügbar ist und ihm Nachrichten schicken – über Websites, per E-Mail, Blogs oder einem anderen Programm, das HTML spricht. SkypeNet API dagegen bietet Entwicklern den Zugang zum Instant Messaging System, um es in andere Applikationen einzubinden.

Geschenk oder Gegenwehr?

Offiziell handelt es sich bei der neuen Aktion um ein Geschenk an das Internet zum zweiten Geburtstag von Skype, der nächste Woche steigt. Innerhalb von zwei Jahren wurde die Skype-Software über 150 Millionen Mal heruntergeladen, mehr als 51 Millionen Nutzer sind für den Service registriert. Rund drei Millionen Nutzer sind gleichzeitig bei Skype angemeldet, etwa zwölf Milliarden Telefonminuten wurden bereits abgewickelt. Das entspricht laut einer Studie etwa 45 Prozent des US-amerikanischen VoIP-Aufkommens.

Google setzt nach Angaben der Tageszeitung "Die Welt" monatlich über 82 Millionen Nutzer weltweit dagegen. Auch in Sachen Sprachvielfalt hat der Suchmaschinen-Primus die Nase vorn: während Skype nur in 27 Sprachen verfügbar ist, spricht Google 97. Die Geschäftsidee der beiden Konkurrenten ist sich sehr ähnlich: beide wünschen sich ein weltweites Kommunikationsnetzwerk, kostenlos und für jeden einfach zu bedienen. Bleibt abzuwarten, wer die Gunst der User in Endeffekt gewinnt.
Aleksandra Leon
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