Die Berechnung des Grundpreises erfolgt auch dann, wenn der Zugang überhaupt nicht genutzt wird. Die Preisgarantie von avanio.net erscheint somit als blanker Hohn: "Nie teurer als 1 Cent/Min. surfen!", heißt es auf der Webseite des dubiosen Anbieters.
Halbherzige Pressemitteilung
Der Anbieter versäumte darüber hinaus die Kunden in seiner Pressemitteilung vom 1. August über die Änderung der Konditionen diverser bestehender Angebote zu informieren. In der Information ist lediglich von den "neuen Tarifen" vanio.XXL und vanio.KIDS die Rede. Die Nutzer konnten somit vermutlich gar nicht rechtzeitig von der Preiserhöhung erfahren, sodass dieses Tarifwirrwarr mit Sicherheit zu Lasten einiger Kunden ging. onlinekosten.de hat avanio von Anfang an nicht im Tarifvergleich aufgeführt - völlig zu Recht, wie sich nun herausstellte. avanio selbst war bisher noch nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.
Und die Moral von der Geschicht'...
Alle Schmalbandkunden sollten sich einen gut gemeinten Rat von onlinekosten.de zu Herzen nehmen: Machen Sie einen großen Bogen um avanio und andere Anbieter, die urplötzlich Grundgebühren für ihre Internet-by-Call-Zugänge verlangen. Diese Art der Abrechnung sollte zum Schutz des Kunden immer mit einer tatsächlich gewollten Anmeldung verbunden sein - oder wie würden Sie darauf reagieren, wenn onlinekosten.de Ihnen einfach mal so 10 Euro für den Besuch der Webseite abbucht?