Der Markt für Sprachdienste über das Internet boomt, wie kaum eine anderer. Gestern noch Spielzeug ein paar weniger Technik-Freaks, ist VoIP heute bereits Kommunikationsmittel der Massen. Der rasante Preisverfall auf dem
Breitbandmarkt tut sein übriges dazu, dass die Alternative zum klassischen Festnetz immer attraktiver wird. Große DSL-Provider, ebenso wie kleine Internet-Startups reißen sich mit wilden
Tarifmodellen um Kunden. Sie schenken Freiminuten, verkaufen Zeitkontingente zum Abtelefonieren oder direkt Flatrates, monatliche Festpreise für bestimmte Anrufziele. Aber für wen rechnet sich VoIP überhaupt und welche bunte Tarifmischung passt individuell? Wir haben uns Überblick verschafft.
Der Weg ist das Ziel
VoIP bringt in erster Linie ein Streitthema wieder auf den Tisch: die Entbündelung von Telefon- und DSL-Leitung. Noch gibt es nur wenige Möglichkeiten für Anbieter, unabhängig Breitband-Internet anzubieten. Da die T-Com immer noch einen Großteil der Festnetzanschlüsse bedient, bestimmt sie auch noch weitestgehend die Methode des Onlinezugangs. Vorherrschend ist daher das so genannte
Linesharing, bei dem Festnetztelefon und Internet über eine Leitung angeboten werden und auch nur als Paket erhältlich sind. Das kompliziert die Rechenarbeit, ob sich ein VoIP-Anschluss, zusätzlich zum Festnetz, lohnt.
Grundkosten entscheidend
Besteht bisher lediglich ein Telefonanschluss der T-Com, analog oder ISDN, kann dieser einfach mit DSL erweitert werden. Für VoIP ist nur eine echte
Flatrate wirklich sinnvoll, bei der ohne Volumen- oder Zeitbegrenzung gesurft werden kann. Ein ADSL-Anschluss mit 1.024 kbit/s down- und 128 kbit/s upstream ist ausreichend, um online zu telefonieren. Das bedeutet, dass, zusätzlich zum monatlichen Grundpreis fürs Festnetz von mindestens 15,95 Euro für einen analogen Anschluss, die Kosten für die DSL-Leitung von rund 16 Euro kommen. Zwar kann DSL auch von Resellern der
T-Com bezogen werden. Der Preis variiert von Anbieter zu Anbieter aber nur leicht.